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VW-Betriebsrat kritisiert Konzernchef Diess: „Weder Empathie noch Gespür für die Situation der Belegschaft“

Herbert Diess, Vorsitzender des Vorstands der Volkswagen AG (Archivbild)

Wolfsburg. Die neue Volkswagen-Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo hat das geplante Fernbleiben des Konzernchefs bei einer Unternehmensversammlung scharf kritisiert. „Herbert Diess zieht die Investoren an der Wall Street der eigenen Belegschaft vor“, schrieb Cavallo in einem Statement vom Dienstagabend.

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Dieses Verhalten sei in der Geschichte des Konzerns beispiellos und zeige, dass Diess selbst in dieser Krise weder Empathie noch Gespür für die Situation der Belegschaft habe. „Diese Provokation zeigt uns, dass Herr Dr. Diess weiterhin keinerlei Interesse an einer konstruktiven Zusammenarbeit hat.“

Im Gespräch mit der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung sagte Cavallo: „Während der Konzernvorstandsvorsitzende mit seinen Surfaktionen auf dem Mittellandkanal, den Fahrraddemos vorm Werktor oder den gemütlichen Wandertouren mit seinen Vorstandskollegen den Anschein erweckt, als liefe alles rund, stecken die Kolleginnen und Kollegen seit Monaten fast durchgängig in der Kurzarbeit fest - eine dramatische Situation, die es so noch nie gab und deren Probleme sich noch weit ins nächste Jahr ziehen werden“

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Konzernchef will lieber in die USA reisen

Zuvor war bekanntgeworden, dass Diess die Einladung zur nächsten Betriebsversammlung in der Wolfsburger Zentrale am 4. November wegen Terminen in den USA abgesagt hatte. Auf die Kritik an diesem Fehlen war von Unternehmensseite am Mittwoch zunächst keine Reaktion zu erhalten.

Der Betriebsrat in Wolfsburg ist alarmiert, weil das VW-Hauptwerk nicht ausgelastet ist. 2021 könnte hier so wenig produziert werden wie zuletzt Ende der 50er Jahre. Die Belegschaftsvertretung verlangt schon länger ein weiteres Elektromodell neben dem Projekt „Trinity“, das ab 2026 kommen soll - später als zunächst geplant.

RND/dpa

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