Gescheiterter Vergleich: So will VW die Dieselkunden jetzt entschädigen

  • Trotz des geplatzten Vergleichs vor Gericht will Volkswagen offenbar die Dieselkunden wie anvisiert entschädigen.
  • Wie der Konzern nun bekanntgab, sollen die etwa 2000 Euro pro Käufer trotzdem gezahlt werden.
  • Der Bundesverband der Verbraucherzentralen, der die Musterfeststellungsklage eingereicht hatte, wäre damit außen vor.
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Volkswagen will den klagenden Dieselkunden trotz des geplatzten Vergleichsverfahrens mit Verbraucherschützern eine Entschädigung zahlen. Das kündigte der Wolfsburger Konzern an, nachdem am Freitag die Gespräche über einen Vergleich bei der Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentralen gescheitert waren. Während sich diesbezüglich der Autobauer und die Verbraucherschützer nun gegenseitig die Schuld zuweisen, geht VW aber auch direkt auf die Kunden zu.

Die bereits ausgehandelten 830 Millionen Euro sollen “auch ohne die Unterstützung des Verbraucherzentrale-Bundesverbands” angeboten werden, teilte das Unternehmen nach einer außerordentlichen Vorstandssitzung am Freitag mit. “Wir haben von Beginn an gesagt, dass eine faire und praktikable Lösung für die Kunden im Vordergrund der Verhandlungen steht. Deshalb werden wir den Kunden den bereits ausgehandelten Vergleich anbieten”, so Rechtsvorstand Hiltrud Werner.

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Onlineplattform wird gestartet

Konkret plant VW eigenen Angaben zufolge Entschädigungen für diejenigen Kunden, die bei der Musterfeststellungsklage angemeldet waren und die Vergleichskriterien erfüllen. Dazu soll eine Plattform freigeschaltet werden, auf der sich vergleichsberechtigte Kunden melden können. Dort würden sie “unkompliziert und schnell” ein auf sie zugeschnittenes Angebot für eine Einmalzahlung erhalten, wie es weiter heißt.

Über die genaue Höhe der Einmalzahlungen schweigt Volkswagen, aber offenbar orientiert sich der Autobauer an den Zahlen aus dem Vergleich, der nun geplatzt ist. Rein rechnerisch wären das etwa 2000 Euro pro Kunde, der sich der Musterfeststellungsklage angeschlossen hat – wobei die exakte Höhe der Zahlungen möglicherweise vom Wert des einst gekauften Dieselfahrzeugs abhängen könnte.

Wieviel Geld gibt es?

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Kritik daran kommt von Anwälten, die unabhängig von den Verbraucherzentralen für Entschädigungen streiten: “Wir erstreiten im Abgasskandal durchschnittlich Entschädigungen in Höhe von 4600 Euro”, teilte etwa Claus Goldenstein von der Kanzlei Goldenstein & Partner mit.

Volkswagen kündigte an, die Plattform im März freizuschalten. Bis dahin können sich Kunden auf Vergleich.volkswagen.de für einen Newsletter mit aktuellen Informationen zum Thema anmelden.

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