VW-Aufsichtsrat streicht eigene Bonuszahlungen

Nach der Abgasaffäre müssen die Volkswagen-Aufsichtsräte auf ihre Bonuszahlungen verzichten. Der Aufsichtsratsvorsitzende solle künftig ein Festgehalt von 300.000 Euro erhalten, sagte ein VW-Sprecher.

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Wolfsburg. Der Aufsichtsratsvize erhält 200 000 Euro, normale Aufsichtsratsmitglieder sollen 100 000 Euro bekommen. Der frühere Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch kassierte 2014 noch deutlich mehr als eine Million Euro, fast 90 Prozent davon waren Bonuszahlungen.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der das Land Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat vertritt, begrüßte die neuen Regeln. „Das bisherige System der Aufsichtsratsvergütung war zu sprunghaft“, sagte er der HAZ. Mit dem neuen Vorschlag komme eine gleichmäßige Entwicklung hinein. Unter dem Strich sinke die Aufsichtsratsvergütung. „Und das ist gut“, sagte Weil. Für die Mitglieder der Landesregierung ändere sich nichts: „Bei ihnen verbleiben ohnehin nur je 6200 Euro, der Rest geht in den Landeshaushalt“, sagte der Ministerpräsident. Neben Weil sitzt Wirtschaftsminister Olaf Lies in dem VW-Aufsichtsgremium.

Bisher setzen sich die Bezüge des Aufsichtsrats aus einer festen und einer veränderlichen Vergütung zusammen, die von der Höhe der gezahlten Dividende abhängig ist. Die Hauptversammlung muss der jetzt geplanten Änderung noch zustimmen, dies gilt als sicher.

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Zuvor hatte der Aufsichtsrat bereits die Bezüge der VW-Vorstände gedeckelt. So soll der Vorstandschef künftig höchstens 10 Millionen Euro im Jahr verdienen.

Von RND

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