Vor Bund-Länder-Treffen: Friseure dringen auf schnelle Salonöffnungen

  • Für viele Friseure ist die Corona-Krise zur Existenzkrise geworden.
  • Seit Dezember vergangenen Jahres müssen ihre Salons geschlossen bleiben.
  • Der Südwest-Branchenverband fordert jetzt schnelle Öffnungsperspektiven.
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Stuttgart. Die Friseure im Südwesten dringen vor dem nächsten Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Mittwoch auf schnelle Öffnungsperspektiven für ihre Salons. Ein Festhalten an den scharfen Lockdown-Maßnahmen für das Friseurhandwerk über den 14. Februar hinaus lasse sich nicht mehr rechtfertigen, sagte der Geschäftsführer des Fachverbands Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg, Matthias Moser.

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Er begründete diese Haltung auch mit der finanziellen Not, mit der viele kleine Friseurbetriebe konfrontiert seien. „Unser Handwerk braucht eine Rückkehr zur Normalität, sonst gibt es für viele keine Zukunft.“

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Friseursalons „keine Gefahrenherde“

Moser betonte, für die Friseure sei ein schneller Neustart vor allem „in Anbetracht der vielfach unzureichenden und nur begrenzten Hilfsmaßnahmen des Staates“ nötig. Die Lage sei ernst: „Wir gehen davon aus, dass im Moment circa 60 Prozent aller Betriebe in akuter Existenznot sind. Uns werden jetzt Betriebsschließungen gemeldet.“

Obendrein zeigte sich Moser überzeugt davon, dass Friseursalons „keine Gefahrenherde für die Virusverbreitung“ seien. Die Arbeitsschutzstandards in den meisten Betrieben seien hoch. Moser sagte, laut Berufsgenossenschaft seien seit Pandemiebeginn im Frühjahr 2020 bundesweit gerade einmal 22 Corona-Fälle von Friseurbetrieben gemeldet worden – und das, obwohl es in Deutschland 80.000 Betriebe mit 240.000 Mitarbeitern gebe.

RND/dpa

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