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Vom Bank-Bus bis zur Gemeinschaftsfiliale: So bleiben Sparkasse und Co im Dorf

  • Weil immer weniger Kunden in Bankfilialen gehen, suchen Geldhäuser nach Sparmöglichkeiten.
  • In Hessen legen nun Sparkassen und Volksbanken Filialen zusammen.
  • Doch auch andernorts wird mit kreativen Lösungsstrategien experimentiert.
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Frankfurt/Main. Mit gemeinsamen Filialen betreten die Wettbewerber Frankfurter Volksbank und die Taunus Sparkasse Neuland. Doch das Modell könnte Schule machen. Denn die ganze Branche experimentiert seit Jahren, wie sie ihre Kunden in der Fläche beraten kann - und gleichzeitig die Kosten im Griff behält. Ein Überblick.

Filialen teilen: Die Frankfurter Volksbank und Taunus Sparkasse setzen bundesweit ein Zeichen und wollen ihre Kunden noch in diesem Jahr in gemeinsamen Filialen bedienen. 26 Standorte im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis sollen bis spätestens Ende 2021 zu „Finanzpunkten“ umgestaltet, so dass dort Kunden beider Geldhäuser eine Anlaufstelle haben. „Wir nutzen gemeinsame Räumlichkeiten, bleiben dabei aber selbstverständlich Wettbewerber,“ fasst die Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank, Eva Wunsch-Weber, das Konzept zusammen.

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Abspecken: Die Postbank hat zwar noch etwa 850 eigene Filialen, doch in größerem Umfang setzt das zum Deutsche-Bank-Konzern gehörende Bonner Institut auf die Zusammenarbeit mit der früheren Konzernmutter Deutsche Post: In etwa 4000 Partnerfilialen der Post können Postbank-Kunden zum Beispiel Geld von ihrem Postbank-Konto abheben oder Geld einzahlen.

Die Commerzbank mit ihrem derzeit noch vergleichsweise engmaschigen Filialnetz mit etwa 1000 Standorten experimentiert seit einiger Zeit mit sogenannten City-Filialen. In diesen kleinen Filialen werden Basisdienstleistungen angeboten: Kunden können Konten eröffnen, Ratenkredite beantragen oder Überweisungen und Adressänderungen persönlich veranlassen. Für Beratung in komplexeren Fällen gibt es größere Niederlassungen, sogenannte Flagship-Filialen.

Mobil werden: Ob in Brandenburg, Sachsen-Anhalt oder in Rheinland-Pfalz - in manchem Dorf gibt es nicht einmal mehr einen Geldautomaten. Darum tourt manche Sparkasse mit dem Bus über Land. Gerade die ältere Kundschaft nutzt diesen Service, um Geld abzuheben oder Überweisungen zu erledigen. Mitunter schicken Institute ihren Kunden auch ein Bargeldtaxi nach Hause.

Geschäftsstellen schließen: Seit Jahren schrumpft die Zahl der Bankfilialen in Deutschland. Im vergangenen Jahr verringerte sich die Zahl der Zweigstellen über den gesamten deutschen Markt hinweg um 2239 auf 27 887 Filialen. Im Jahr 2007 waren es noch rund 40 000. Nicht nur bei Volksbanken und Sparkassen, auch bei großen Privatbanken wie Deutscher Bank und Commerzbank steht das Filialnetz permanent auf dem Prüfstand. Die Deutsche Bank beispielsweise hat die Zahl eigener Filialen in den vergangenen Jahren um 188 auf 535 verringert. Und weitere Kürzungen schließt niemand in der Branche aus.

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Auf Filialen verzichten: "Die Filiale ist eine Last und nicht eine Lust", befand der damalige Chef der Direktbank ING-Diba, Roland Boekhout, Anfang Februar 2017. Das Institut, das inzwischen auch in Deutschland nur noch unter dem Namen der niederländischen Konzernmutter ING aktiv ist, verzichtet ganz auf Filialen. Das Institut sieht sich durch die wachsende Zahl an Privatkunden bestätigt. Nach jüngsten Zahlen hat die ING in Deutschland und Österreich 9,5 Millionen Privatkunden.

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dpa

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