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  • Volvo will bis 2030 nur noch E-Autos verkaufen – Produktion von Verbrennern und Hybriden läuft aus

Komplettumstellung bis 2030: Volvo fährt bald nur noch elektrisch

  • Ab 2030 kommt kein Verbrenner mehr unter die Haube.
  • E-Autos werden ausschließlich online verkauft.
  • Der Rabattpoker soll aufhören.
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Nur noch neun Jahre lang soll es neue Volvos mit Verbrennungsmotor geben. Bis 2030 will der schwedische Autohersteller komplett auf Elektroantrieb umsteigen. „Weltweit jedes Modell mit eingebautem Verbrennungsmotor“ werde bis dahin aus dem Programm gestrichen – auch Hybride, die beide Antriebe kombinieren. Bisher hat die Marke Volvo nur ein rein elektrisches Modell im Programm, eine Variante des Kompakt-SUV XC40. Bei der Nobelmarke Polestar gibt es zudem den Polestar2.

Gleichzeitig wird der Onlinevertrieb massiv ausgebaut. „Statt in ein schrumpfendes Geschäft zu investieren, haben wir beschlossen, in die Zukunft zu investieren – Elektro und online“, sagt Volvo-Chef Hakan Samuelsson.

Porsche und Jaguar haben vorgelegt

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Volvo hatte bereits vor vier Jahren Schlagzeilen mit der Ankündigung gemacht, dass kein reines Verbrennermodell mehr neu auf den Markt kommen werde. Seit dem vergangenen Jahr sind zudem alle Volvos ab Werk bei Tempo 180 Höchstgeschwindigkeit abgeriegelt. Inzwischen haben andere Hersteller allerdings mit ambitionierten Ankündigungen nachgezogen – und ihrerseits vorgelegt. So soll der Verbrennungsmotor bei Porsche bis 2030 zumindest zur Ausnahme werden: Nur in Plug-in-Hybriden und im Klassiker 911 soll es ihn dann noch geben. Jaguar hat gerade angekündigt, bis 2025 „eine rein elektrische Luxusmarke“ zu werden.

Bei Volvo klingt das ähnlich: „Wir fokussieren uns völlig darauf, ein führender Anbieter im schnell wachsenden Markt der elektrischen Premiumautos zu werden“, sagt Samuelsson. Eine komplette neue Fahrzeugfamilie sei dafür geplant. Gleichzeitig baut der schwedische Hersteller, der seit 2010 zum chinesischen Geely-Konzern gehört, das gesamte Geschäftsmodell um. „Erhebliche Investitionen“ in digitale Vertriebskanäle sind geplant, reine Elektroautos soll es nur noch online geben. Der Ablauf werde im Vergleich zur heutigen Konfiguration im Internet deutlich vereinfacht, dank Standardausstattungen sollen die Modelle auch schneller lieferbar sein. Den Händlern verspricht Volvo trotzdem eine Schlüsselrolle, sie seien weiterhin „für eine Vielzahl wichtiger Services verantwortlich“ – Vorbereitung des Fahrzeugs, Übergabe an den Kunden und Service.

Doch den Kontakt zum Kunden will künftig der Hersteller direkt haben. Dazu soll auch die Onlineplattform „Care by Volvo“ massiv ausgebaut werden. Die Marke steht bisher für Volvos Aboangebot, und das dürfte eines Tages der Regelfall sein. Denn schon jetzt kündigt der Hersteller einfachere, transparentere Preismodelle an. „Mit Onlinevertrieb wird das Autoabo zum zentralen Vertriebsinstrument“, sagt der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer.

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Doch den Kontakt zum Kunden will künftig der Hersteller direkt haben. Dazu soll auch die Onlineplattform „Care by Volvo“ massiv ausgebaut werden. Die Marke steht bisher für Volvos Aboangebot, also die Autonutzung im Komplettpaket gegen Gebühr. Die Schweden gehören hier zu den Pionieren und wollen das Abonnement ausbauen. Der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer sieht darin ein Signal: „Mit Onlinevertrieb wird das Autoabo zum zentralen Vertriebsinstrument.“ Das Modell setze sich auch in Deutschland durch, nach Dudenhöffers Rechung sind die meisten Autoabos günstiger als ein Neukauf.

Volvo peilt mit seinem Onlineverkauf allerdings noch etwas anderes an: Die Preise sollen klar festgelegt sein, das mache Verhandlungen überflüssig – der Poker mit dem Verkäufer um Prozente, Winterreifen und Fußmatten soll dann Geschichte sein. „Das erhöht die Transparenz und schafft Vertrauen“, meint Volvo.

RND

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