Volkswirte: Starker Anstieg der Arbeitslosigkeit wegen Corona-Pandemie

  • Sechs Monate Corona-Pandemie machen sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar.
  • Nach wie vor ist die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland hoch. Volkswirte erwarten, dass in den kommenden Monaten weitere Stellen abgebaut werden.
  • Auch die Zahl der Arbeitslosen dürfte weiter steigen, auf knapp drei Millionen Arbeitslose.
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Nürnberg. Volkswirte führender deutscher Finanzinstitute erwarten eine weiter wachsende Arbeitslosigkeit in Deutschland im Zuge der Corona-Krise. "Die Zahl der Arbeitslosen dürfte in den nächsten Monaten weiter steigen, denn es wird weitere Entlassungen geben und die Unternehmen stellen weniger ein", sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatliche Förderbank KfW.

Prognose: Acht Millionen Kurzarbeiter, drei Millionen Arbeitslose

Auch Katharina Utermöhl, Volkswirtin bei der Allianz-Gruppe, geht von steigender Arbeitslosigkeit aus. "Viele Firmen werden schlussendlich doch nicht um Kapazitätsanpassungen, sprich Jobstreichungen oder gar eine Insolvenz, herumkommen", sagte sie. "Daher besteht für rund jeden fünften Kurzarbeiter in Deutschland weiterhin ein erhöhtes Risiko, in die Arbeitslosigkeit zu rutschen."

Marc Schattenberg von der Deutschen Bank geht im Juni von knapp drei Millionen Arbeitslosen aus – ein Plus von rund 180.000 im Vergleich zum Vormonat. Die Zahl der Kurzarbeiter werde sich Ende Mai bei fast acht Millionen bewegen. Damit liegt die Deutsche Bank etwas über der Prognose der Allianz, die 2,869 Millionen Arbeitslose in Deutschland erwartet. Damit würde der höchste Stand seit 2013 erreicht.

RND/dpa

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