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Autonomes Fahren voranbringen: Volkswagen steigt bei Ford-Tochter Argo Al ein

  • Volkswagen und die Ford-Tochter Argo Al haben sich für eine Partnerschaft zusammengetan.
  • Dadurch möchten die Unternehmen bei der Entwicklung der Technik für autonomes Fahren Kosten sparen.
  • Außerdem plant Ford, in Europa ab 2023 auf Basis von Volkswagens Elektroplattform ein eigenes Elektroauto zu bauen.
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Dearborn/Wolfsburg. Volkswagen ist wie angekündigt milliardenschwer bei der Ford-Tochter Argo AI eingestiegen. Die beiden Autoriesen wollen damit bei der Entwicklung der Technik für autonomes Fahren Kosten teilen. Zudem unterzeichneten die Partner auch ihre Verträge zur Zusammenarbeit bei Elektroautos und leichten Nutzfahrzeugen. Der Aufsichtsrat der Wolfsburger hatte dem Vorhaben Ende Mai abschließend zugestimmt. Seit längerem reden die Konzerne miteinander, konkret vereinbart hatten sie den Umfang der Kooperation im Juli vergangenen Jahres.

Zusammenarbeit senkt Entwicklungskosten

Die Allianz ist eines der bedeutendsten Projekte von VW-Chef Herbert Diess. "Diese Zusammenarbeit wird die Entwicklungskosten effizient senken, eine stärkere weltweite Verbreitung von Elektro- und Nutzfahrzeugen ermöglichen und die Position beider Unternehmen entscheidend stärken", sagte er.

Volkswagen investiert nach früheren Angaben rund eine Milliarde US-Dollar (884 Millionen Euro) an Finanzmitteln in Argo und bringt das eigene Autonom-Geschäft AID im Wert von 1,6 Milliarden Dollar zusätzlich in die Partnerschaft ein. Argo soll Software und Technologie für das autonome Fahren von Autos entwickeln.

Ford plant Bau eines eigenen Elektroautos

Darüber hinaus will Ford in Europa ab 2023 auf Basis von Volkswagens Elektroplattform ein eigenes Elektroauto bauen. Damit will Volkswagen einen Teil der milliardenschweren Investitionen in den sogenannten MEB (Modularer E-Antriebs-Baukasten) wieder hereinholen. Der US-Hersteller plant derzeit über mehrere Jahre mit mehr als 600.000 ausgelieferten Fahrzeugen des neuen Modells.

Ford konstruiert zudem den nächsten mittelgroßen Pickup Amarok, den die VW-Tochter VW Nutzfahrzeuge (VWN) ab 2022 bauen will. Außerdem sind ab dem kommenden Jahr ein gemeinsamer Stadtlieferwagen und später ein gemeinsamer Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment geplant. Bei den Nutzfahrzeugen allein sollen rund 8 Millionen Fahrzeuge entwickelt und produziert werden.

RND/dpa

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