Volkswagen: E-Autos sind erst der Anfang

  • Volkswagen will zum Digitalkonzern werden.
  • Der Weg ist der richtige.
  • Aber er wird nicht jedem gefallen, meint Stefan Winter.
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Klein kann VW nicht. Kaum haben es auch die Wolfsburger geschafft, Softwareupdates über Funk in ihre Autos zu schicken, präsentieren sie eine neue Strategie drum herum. Die ist natürlich schon länger in Arbeit, aber die technische Entwicklung kam nicht hinterher.

Die Möglichkeiten sind nur zu ahnen

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Das geht auch anderen Herstellern so, und wir werden es noch öfter erleben. Denn mit dem Elektroantrieb fängt die Autorevolution erst an. Von Digitalisierung und Vernetzung ist zwar viel die Rede, aber ziemlich unkonkret. Sie ist buchstäblich schwerer zu greifen, die Hersteller überschauen die Möglichkeiten selbst noch nicht – und vielleicht sind manche Kunden und Geschäftspartner auch gar nicht von jeder Umwälzung begeistert.

Dazu gehört der Onlineverkauf von Autos, wie ihn Volvo gerade angekündigt hat. Oder gleich das Autoabo statt des Kaufs, denn das ist online noch viel leichter abzuwickeln und passt zu den Gewohnheiten einer neuen Kundengeneration. Außerdem möchte niemand eine teure Antriebsbatterie mit Verfallsdatum kaufen. Die mietet man besser. Ist der Vertrieb durchdigitalisiert und die Zeit der polierten Garagenprunkstücke sowieso vorbei, bietet sich auch ein schlichteres Sortiment an. Die Liste der Sonderausstattungen wird kürzer.

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Zurück zu den Wurzeln

Die wahre Revolution spielt hinter den Kulissen. Wie schon beim E-Antrieb setzt VW sie konsequenter ins Werk als der Rest der etablierten Konkurrenz – dem Angstgegner und Vorbild Tesla sei dank. Das ist ein anstrengender Weg mit vielen Fallgruben – aber der richtige. Denn das Bild und die Funktion des Autos ändert sich. Die Kundengruppe, die 10 Prozent Aufpreis für perfekte Spaltmaße hinter dem VW-Logo zahlt, wird kleiner. Die Kosten-Nutzen-Relation wird nüchterner beurteilt. Damit führt die Revolution zurück zu den Anfängen. VW Käfer und Ford T waren Transportmittel, Nutzfahrzeuge für Familien. Und lange gab es sie nur in einer Farbe.

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