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Strom- und Gastarife: “Finanztest” rät von Vergleichsportal “Verivox” ab

  • "Finanztest" kann das Vergleichsportal "Verivox" nach einem Test nicht mehr empfehlen.
  • Nach der Umstellung des Vergleichs für Strom- und Gastarife landen nicht mehr unbedingt die günstigsten Tarife ganz oben auf der Liste.
  • Das Magazin rät Verbrauchern außerdem, Verträge mit einer Laufzeit von zwölf und nicht 24 Monaten abzuschließen.
Ben Kendal
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Hannover. Beim Vergleichsportal "Verivox" sollen Nutzer eigentlich die günstigsten Preise für Strom- und Gastarife herausfinden können. Eigentlich. "Finanztest" hat nun aufgedeckt, dass "Verivox" bei einigen Suchanfragen eben nicht den günstigsten Tarif auflistet. Das Magazin rät in seiner jüngsten Ausgabe (Heft 03/2020) außerdem davon ab, Verträge von 24 Monaten für den Strom- oder Gastarif abzuschließen.

Günstigste Strom- und Gastarife landen nicht auf Platz 1

"Verivox" hatte im Dezember 2019 nach Angaben von "Finanztest" seinen Vergleich für Strom- und Gastarife umgestellt. Das Vergleichsportal hat beispielsweise seine Voreinstellungen abgeschafft – bis auf zwei Ausnahmen: Verbraucher können erstens nur Tarife sehen, bei denen "Verivox" eine Provision erhält und zweitens sortiert das Portal seine Liste nach dem günstigsten Preis des ersten Vertragsjahres. "Finanztest" hatte infolge der Änderungen einen Test durchgeführt: Bei einer Standardsuche für einen Vier-Personen-Haushalt in Berlin ermittelten sie, ob "Verivox" tatsächlich immer noch das günstigste Angebot heraussucht. Das Ergebnis: Zwar landete der günstigste Tarif für das erste Jahr ganz oben auf der Liste, betrachtet man jedoch den Gesamtpreis für 24 Monate, so fanden die Tester billigere Tarife auf den Plätzen vier bis zwölf.

"Finanztest" wollte außerdem wissen, ob ein 24-Monats-Vertrag aus der Ergebnisliste oder zwei günstige Zwölf-Monats-Verträge günstiger sind. Die Tester kamen zu dem Schluss, dass sich ein Tarif mit einer Laufzeit von 24 Monaten nicht lohnt. Denn bei zwei darauffolgenden Zwölf-Monats-Verträgen können Verbraucher zweimal von Neukundenboni profitieren – und sparen laut "Finanztest" zum Stichtag gut 200 Euro pro Jahr.

"Verivox" stellt Vergleich um: "Finanztest" empfiehlt Zwölf-Monats-Verträge

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Für "Finanztest" komme es überraschend, dass "Verivox" seinen Nutzern empfohlen hat, einen Vertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten abzuschließen. Zuvor war die Suche auf aktive Wechsler ausgerichtet, die ihren Tarif alle zwölf Monate wechseln. Somit zeigte die Ergebnisliste auch nur Tarife mit einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die vorherige hat laut "Finanztest" außerdem verbraucherfreundlichere Kriterien erfüllt – beispielsweise eine Kündigungsfrist von sechs Wochen.

"Finanztest" empfiehlt "Verivox" aufgrund der geänderten Voreinstellungen nicht mehr. Aktiven Kunden rät das Magazin, jährlich ihre Strom- oder Gastarife zu wechseln. "Bequeme" Kunden, die sich nicht selbst um einen Anbieterwechsel kümmern wollen, können einen Wechselservice beauftragen, empfehlen die Tester. Außerdem rät "Finanztest" Verbrauchern, dass sie Verträge mit einer Laufzeit von zwölf und nicht 24 Monaten abzuschließen.





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