Verdi-Warnstreiks im öffentlichen Dienst auch am Donnerstag

  • Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen hat Verdi wieder Warnstreiks geplant.
  • In verschiedenen Bundesländern wird der Schwerpunkt der Proteste unterschiedlich gesetzt sein.
  • In Hessen wird in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gestreikt, in anderen Bundesländern unter anderem auf Ämtern und in Kitas.
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Berlin. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen hat die Gewerkschaft Verdi auch für Donnerstag wieder Warnstreiks in verschiedenen Bundesländern geplant.

In Hamburg will Verdi mit einer Kundgebung auf dem Jungfernstieg den Druck erhöhen. Dabei solle auch der erste zeitnahe Warnstreik in der Hansestadt angekündigt werden, teilte die stellvertretende Landesbezirksleiterin Sieglinde Frieß mit.In Hamburg sind rund 45.000 Beschäftige von den Tarifverhandlungen betroffen, beispielsweise bei Stadtreinigung, Krankenhäusern oder Kitas.

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Beamte demonstrieren vor dem Bundesfinanzministerium
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Am Donnerstag sind bundesweit Aktionen der Gewerkschaften im Rahmen der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst fortgesetzt worden.  © Reuters
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Erste Warnstreiks auch in Niedersachsen

In der Tarifrunde gibt es an diesem Donnerstag erste Warnstreiks auch in Niedersachsen. In Verden forderte die Gewerkschaft Verdi alle Beschäftigten bei der Stadt, beim Landkreis, in der Kreisstraßenmeisterei und der Aller-Weser-Klinik zu Arbeitsniederlegungen auf. Auch in Hildesheim soll es Aktionen geben, die aber nach Angaben der Gewerkschaft vermutlich keine Auswirkungen auf den Betrieb von Ämtern und Behörden haben werden. Am Freitag wird Lüneburg betroffen sein. In der kommenden Wochen sollen die Warnstreiks in Niedersachsen dann weiter ausgeweitet werden.

In Ämtern und Kitas muss in Kiel am Donnerstag mit Einschränkungen gerechnet werden. Grund sind weitere Warnstreiks, mit denen die Gewerkschaften im Norden im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen wollen. In der Landeshauptstadt würden die meisten städtischen Kindertageseinrichtungen geschlossen bleiben, teilte die Stadt mit. Beim Abfallwirtschaftsbetrieb wird demnach der Wertstoffhof Daimlerstraße und das Kundenzentrum Kleiner Kiel nicht öffnen.

In Hessen liegt der Schwerpunkt auf Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

In Hessen liegt der Schwerpunkt der Proteste auf Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und einzelnen Trägern der sozialen Arbeit. Die Gewerkschaft rechnet mit insgesamt mehreren Hundert Teilnehmern bei den Aktionen in Frankfurt, Offenbach, Friedberg und Bad Nauheim. Die Proteste sollen von der Früh- bis zur Spätschicht gehen.

Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben in den ersten beiden Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

RND/dpa

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