Streiks bei der Post in mehreren Bundesländern - Paketzustellung betroffen

  • Die Deutsche Post hat während der Corona-Krise gut verdient.
  • Nach Ansicht von Verdi sollten die Mitarbeiter davon profitieren und fordert in der aktuellen Tarifrunde mehr Geld für die Post-Beschäftigten.
  • Die Dienstleistungsgewerkschaft hat jetzt zu Warnstreiks aufgerufen.
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Berlin. Im Tarifkonflikt haben Beschäftigte der Post am Donnerstagmorgen an verschiedenen Standorten bundesweit ihre Arbeit niedergelegt. Beispielsweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg folgten Verdi-Mitglieder dem Aufruf zum Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft. Auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen rief Verdi zu Warnstreiks auf.

Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG. In den bisherigen Tarifgesprächen liegen die beiden Parteien noch weit auseinander. Nach Angaben der Gewerkschaft wollte die Deutsche Post ihren Beschäftigten zuletzt 1,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate anbieten. Dagegen hält Verdi an einer Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fest.

Pakete werden nicht zugestellt

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Zudem sollen Azubis und Dual-Studierende eine monatliche Erhöhung von 90 Euro erhalten. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21./22. September statt. Die Post will dann ein konkretes Angebot vorlegen.

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In Sachsen und Hamburg Warnstreiks geplant

Durch den Warnstreik könnten etwa in Hamburg bis zu 16.000 Pakete nicht zugestellt werden, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Davon seien rund 400.000 Haushalte und Firmenkunden betroffen. In Sachsen und Sachsen-Anhalt sollen Gewerkschaftsangaben zufolge im Tagesverlauf insgesamt 800 Menschen ihre Arbeit niederlegen.

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In dem Tarifkonflikt hatten schon am Mittwoch Post-Mitarbeiter bei einem Warnstreik die Arbeit niedergelegt.

RND/dpa

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