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Verbraucherzentrale warnt vor ungewollten Verträgen von Vodafone Kabel Deutschland

  • Immer wieder kommen bei der Verbraucherzentrale Beschwerden über ungewollte, aber in Rechnung gestellte Aufträge von Vodafone Kabel Deutschland.
  • Zum vierten Mal zogen die Verbraucherschützer nun vor Gericht – und bekamen recht.
  • Wenn Vodafone gegen das Urteil verstößt, droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro.
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Es ist das vierte Gerichtsverfahren in kurzer Zeit, dass gegen Vodafone angestrebt wird. Der Grund waren jedes Mal untergeschobene Verträge. Den Kunden wurden Leistungen in Rechnung gestellt, die sie weder gewollt, geschweige denn beauftragt hatten.

Die Verbraucherzentrale setzte per Gerichtsurteil durch, dass diese Praxis explizit verboten ist und bei Verstoß mit hohen Geldbußen geahndet wird. Das gilt für die folgenden Produkte: „Vodafone TV Connect“, „Vodafone GigaTV inklusive HD Premium Cable“, „Kabel Digital“, „Video Select“ sowie neuerdings auch „Vodafone Giga TV App“ und „Vodafone Internet- und Telefonanschluss“.

Probleme bestehen bereits seit Februar 2019

Nach Angaben der Verbraucherschützer ist der erste bekannte Fall dieser fragwürdigen Methoden aus dem Februar 2019. Der Wortlaut der Meldung der Verbraucherzentrale Hamburg:

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Als Mitte Februar 2019 ein von Vodafone Kabel Deutschland beauftragter Mitarbeiter unangemeldet an der Haustür einer Hamburger Wohngemeinschaft klingelte, begannen die Probleme mit Vodafone. Weil sie es seltsam fanden, dass jemand ihre Kabelbuchse vermessen wollte, ohne vorab einen Termin vereinbart zu haben, wiesen sie den Servicetechniker ab und ließen ihn nicht in ihre Wohnung.

Nur fünf Minuten später erhielt einer der WG-Bewohner eine E-Mail von Vodafone Kabel Deutschland, in der man ihm mitteilte, dass seine Bestellung eingetroffen sei. Kurze Zeit später folgte eine schriftliche Auftragsbestätigung über die Produkte „Vodafone TV Connect“ und „Vodafone GigaTV inklusive HD Premium Cable“ zum Preis von 29,99 Euro pro Monat zuzüglich einem einmaligen Bereitstellungsentgelt in Höhe von 49,99 Euro.

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In den folgenden Monaten gingen weitere Beschwerden von Verbrauchern ein. Die Verbraucherzentrale zog vor Gericht – mehrmals. Sollte sich das Unternehmen nicht an das Urteil halten, droht ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250.000 Euro.

Wer ebenfalls Probleme mit ungewollt in Rechnung gestellten Produkten von Vodafone Kabel Deutschland hat, kann derartige Vorgänge direkt bei der Verbraucherzentrale Hamburg melden.

Nicht das erste Urteil wegen Vodafone-Methoden

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Im Juli 2019 musste Vodafone ein Bußgeld in Höhe von 100.000 Euro zahlen, weil Call-Center-Mitarbeiter aggressiv um Kunden geworben hatten. Aus Sicht der Bundesnetzagentur habe es sich um unerlaubte Werbeanrufe gehandelt.

Nach Erkenntnissen der Bonner Behörde haben Vodafone und beauftragte Call-Center bei Kunden oder Ex-Kunden angerufen, um sie zur Rücknahme der Kündigung beziehungsweise zur Rückkehr zu bewegen – obwohl die erforderlichen Einwilligungen der Kunden hierzu nicht vorlagen.

In vielen Fällen hatten die Betroffenen den Angaben zufolge sogar ausdrücklich untersagt, angerufen zu werden – entweder taten sie dies bei der Kündigung oder bei einem Werbeanruf.

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