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USA: Rund 3,2 Millionen neue Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Menschen warten vor einem Arbeitsamt in Salt Lake City.

Die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt verschlechtert sich durch die Coronavirus-Pandemie weiter: Seit der Zuspitzung der Krise Mitte März haben in den Vereinigten Staaten mehr als 33 Millionen Menschen ihren Job verloren. In der Woche bis zum 2. Mai stellten rund 3,2 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den sechs Wochen zuvor hatten bereits 30,2 Millionen Menschen solche Hilfe beantragt – so viele wie nie zuvor in derart kurzer Zeit.

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Die Erstanträge gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts in der größten Volkswirtschaft der Welt. Sie deuteten zuletzt auf einen dramatischen Konjunktureinbruch hin. Vor der Zuspitzung der Pandemie Mitte März hatte die Zahl der Erstanträge noch regelmäßig unter 100.000 pro Woche gelegen.

Experten rechnen mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 15 Prozent

In der Vorwoche – bis zum 25. April – hatte die Zahl der Erstanträge bei 3,8 Millionen gelegen. Im Vergleich dazu ging die Zahl nun also leicht zurück. Zuvor war auch schon ein Wochenwert von mehr als 6 Millionen Anträgen erreicht worden.

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Experten rechnen wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten. Die Arbeitslosenquote ist zuletzt dramatisch angestiegen. Die US-Regierung will am Freitag die Statistik für den Monat April bekanntgeben. Analysten rechnen mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 15 Prozent, ein Berater von US-Präsident Donald Trump hatte sogar unlängst gesagt, die Quote könne bereits 19 oder gar 20 Prozent betragen.

Erholung in der zweiten Jahreshälfte

Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett hatte am Dienstag gewarnt, den USA drohe vermutlich die schlimmste Arbeitslosenquote seit der Weltwirtschaftskrise vor fast 100 Jahren. Die Corona-Krise sei ein “enormer negativer Schock”, sagte er dem Fernsehsender CNN. Hassett äußerte sich aber zuversichtlich, dass sich die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder erholen werde.

Fast alle US-Bundesstaaten hatten im März Ausgangsbeschränkungen verhängt, um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen. Damit kam das öffentliche Leben für die große Mehrheit der rund 330 Millionen Amerikaner zum Erliegen. Viele Geschäfte und Betriebe wurden geschlossen, Restaurants und Hotels blieben leer, Flüge und Reisen wurden massenhaft gestrichen, Veranstaltungen abgesagt. Viele Mitarbeiter geschlossener Unternehmen mussten daher Arbeitslosenhilfe beantragen. Zudem sind Entlassungen in den USA in der Regel weit einfacher möglich als etwa in Deutschland.

2,7 Billionen in die Wirtschaft

Seit Anfang des Monats haben viele Bundesstaaten inzwischen damit begonnen, die Corona-Vorschriften wieder langsam zu lockern, obwohl die Pandemie in vielen Landesteilen noch längst nicht unter Kontrolle scheint. Dahinter steht die Angst vor einem weiteren wirtschaftlichen Absturz.

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Regierung und Kongress haben angesichts der Krise seit Ende März gewaltige Konjunkturpakete auf den Weg gebracht, um rund 2,7 Billionen US-Dollar in die leidende Wirtschaft zu pumpen. Weitere Konjunkturhilfen sind im Gespräch.

Bis Februar hatte die US-Konjunktur noch gebrummt, an der Börse wurden Höchststände gemeldet, und Experten rechneten mit einem Wirtschaftswachstum von gut zwei Prozent. Doch die rasante Ausbreitung des Coronavirus seit Anfang März machte die guten Konjunkturaussichten zunichte – nun steuern die USA wegen der Corona-Krise auf eine tiefe Rezession zu. Das kommt für Präsident Trump höchst ungelegen: Er bewirbt sich bei der anstehenden Präsidentschaftswahl im November um eine zweite Amtszeit.

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