Unternehmen lässt 1600 Mitarbeiter nach Coronavirus-Fall daheim

  • Das Coronavirus macht sich auch in der deutschen Betrieben bemerkbar.
  • Ein bayerischer Maschinenbaukonzern muss zeitweise schließen, weil ein Mitarbeiter erkrankt ist.
  • 1600 Beschäftigte sollen zu Hause bleiben.
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Erneut legt das Coronavirus ein Unternehmen in Deutschland lahm: Nach der Erkrankung eines Mitarbeiters durch das neuartige Virus müssen am Montag rund 1600 Kollegen der Firma DMG Mori im Allgäu zu Hause bleiben. Der Maschinenbaukonzern hatte in Abstimmung mit den Behörden entschieden, dass alle Beschäftigten des Standorts in Pfronten mindestens bis Dienstag nicht an ihrer Arbeitsstelle erscheinen sollen.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Ostallgäu will nun ermitteln, welche anderen Mitarbeiter von DMG Mori engen Kontakt zu dem erkrankten 36-Jährigen hatten. Diese Kollegen sollen dann am Dienstag gezielt getestet werden. Der 36 Jahre alte Mann hat nach Angaben der Kreisbehörde keine schweren Symptome. Er hatte sich vermutlich auf einer Reise infiziert.

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DMG Mori ist das zweite größere Unternehmen in Deutschland, das wegen des Coronavirus seine Pforten zeitweise schließen muss. Bereits am Donnerstag schickte die Beratungsagentur Ernst & Young (EY) 1500 Mitarbeiter in Düsseldorf und Essen nach Hause – ein Beschäftigter war zuvor positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie dpa berichtet, will EY einen eingeschränkten Betrieb über die Arbeit im Homeoffice weiterführen. Im Fall von Unternehmensschließungen wegen des Coronavirus sollten Beschäftigte weiter Geld bekommen, hatte jüngst das Bundesarbeitsministerium gegenüber dem RND erklärt.

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OECD stellt heute Wirtschaftsprognose vor

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Abseits einzelner Unternehmen sind in Deutschland bislang vor allem Schulen und Kindertagesstätten sowie vereinzelte Behörden wegen des Coronavirus lahmgelegt worden. Wie sich die Situation insgesamt auf die Wirtschaft auswirkt, ist derzeit schwer abzusehen. Schon der Ausbruch des Virus in China bereitet vielen Unternehmen große Sorgen, in Deutschland gibt es bislang keine größeren Produktionsausfälle. Eine erste Einschätzung der wirtschaftlichen Schäden durch das Coronavirus will heute die OECD veröffentlichen.

RND




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