Umstrittene Auto-Kaufprämie: DGB beharrt darauf – trotz Expertenkritik

  • Die Kritik an einer möglichen Kaufprämie für Autos reißt nicht ab.
  • Doch der Deutsche Gewerkschaftsbund hält das Instrument für sinnvoll.
  • Außerdem fordern die Arbeitnehmervertreter ein Konjunkturprogramm - mit sozial-ökologischer Stoßrichtung.
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Osnabrück. Um die deutsche Wirtschaft in der Corona-Krise wieder auf die Beine zu bringen, beharrt der Deutsche Gewerkschaftsbund trotz Kritik auf eine Kaufprämie für Autos. "Auch eine Kaufprämie für Fahrzeuge ist sinnvoll, wenn sie technologieoffen ist und auch für emissionsarme Verbrenner gilt", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Zuletzt hatten die Wirtschaftsweisen die derzeit diskutierte Kaufprämie abgelehnt. Solche Projekte würden keine durchschlagende konjunkturelle Wirkung erzielen, argumentieren die Experten jüngst in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung".

So stellt sich der DGB ein Konjunkturprogramm vor

Zur Ankurbelung des Konsums forderte Körzell zudem ein Konjunkturprogramm der Bundesregierung. Investiert werden müsse in moderne Schulen, schnelle Internetanschlüsse, den Breitbandausbau und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Die Regierung in Berlin müsse in eine “zukunftsfähige und gerechte Wirtschaft investieren.” Dabei müssten alle Ausgaben und Unterstützungsleistungen die sozial-ökologische Transformation unterstützen.

RND/dpa

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