Umfrage: Menschen fühlen sich in Corona-Zeiten mehr gestresst

  • Die Corona-Pandemie bringt viele Menschen an ihr Limit.
  • Einer Umfrage zufolge haben in den vergangenen Monaten vier Fünftel der Bevölkerung unter Stress gelitten.
  • Überdurchschnittlich betroffen ist demnach das Personal in der Gesundheitsbranche.
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Garching. Die Corona-Pandemie zehrt offensichtlich an den Nerven: Vier Fünftel der deutschen Bevölkerung litten nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage in den vergangenen Monaten unter Stress, hat das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Auftrag des Lebensversicherers Swiss Life ermittelt.

Ein knappes Drittel (31 Prozent) der befragten 2158 Bürger sagte, dass sie sich seit Beginn der Epidemie deutlich häufiger gestresst fühlen. Die Versicherung veröffentlichte die Umfrage am Mittwoch.

Vor allem Personal in Gesundheitsbranche gestresst

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Gefragt wurde bereits während des Sommers im August, als die Lage im Vergleich zur derzeitigen Situation vergleichsweise entspannt war. Auffällig die Geschlechterdiskrepanz: 84 Prozent der Frauen bezeichneten sich als gestresst, aber nur 76 Prozent der Männer.

Überdurchschnittlich betroffen ist demnach das Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen und anderen medizinischen Einrichtungen, gut neun von zehn Befragten (91 Prozent) aus der Gesundheits- und Pflegebranche empfanden Stress.

Die Arbeit ist der Hauptstressfaktor

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Hauptstressfaktor ist demnach die Arbeit: Berufstätige Befragten nannten vor allem Zeitdruck (55 Prozent) und große Aufgabenmenge (47 Prozent). Ein knappes Viertel von 23 Prozent nannte aber auch fehlenden Ausgleich wegen coronabedingt gestrichenen Urlaubs oder fehlender Freizeitaktivitäten.

Zugleich haben laut Umfrage 37 Prozent der Gestressten wegen der Epidemie Arztbesuche verschoben. Das deckt sich mit Berichten von Ärzten, die vor allem während des Shutdowns im Frühjahr von leeren Praxen berichteten.

Vergleichswerte zu früheren Umfragen gibt es nicht. Zwar hatte die Swiss Life auch im Vorjahr eine ähnliche Befragung in Auftrag gegeben, aber dabei ging es explizit um Stress am Arbeitsplatz, nicht um Stress im Allgemeinen.

RND/dpa

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