Umfrage: Knapp ein Drittel der Unternehmen mit Negativzinsen belastet

  • Während Negativzinsen für Sparer zwar ein gefürchtetes, aber dennoch seltenes Problem sind, sieht es bei Unternehmen anders aus.
  • Ein Drittel aller Mittelständler gab in einer jüngsten Umfrage an, für ihre Guthaben draufzuzahlen.
  • Die Unternehmen schichten deshalb Gelder um - oder geben sie für Investitionen aus.
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Frankfurt/Main. Fast jeder dritte Mittelständler in Deutschland zahlt bei seiner Bank inzwischen Negativzinsen. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Commerzbank gaben 29 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten mit Negativzinsen beziehungsweise Guthabengebühren belastet worden seien. Größere Unternehmen ab 250 Millionen Euro Jahresumsatz waren nach den am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Daten demnach häufiger betroffen (36 Prozent) als kleinere.

Als Konsequenz schichten die Unternehmen in andere Anlageformen um (37 Prozent) oder investieren verstärkt im eigenen Betrieb (32 Prozent). Befragt wurden bundesweit 500 repräsentativ ausgewählte Entscheider von Unternehmen, die mindestens 15 Millionen Euro Jahresumsatz machen.

Die meisten Privatkunden bleiben verschont

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Geschäftsbanken müssen inzwischen 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken. Obwohl die EZB einen Teil der Gelder über Freibeträge vom Strafzins verschont, bleibt dies eine Milliardenbelastung.

Einzelne Institute geben die Negativzinsen der EZB bereits seit einiger Zeit an Unternehmen oder große Investoren wie Fonds weiter. Und selbst reiche Privatkunden werden in manchem Haus zur Kasse gebeten. Das Gros der Privatkunden ist bis dato verschont geblieben.

RND/dpa

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