Umfrage: 60 Prozent der Gaststätten und Hotels in Existenz bedroht

  • Die Corona-Krise bedroht massiv die Existenz vieler Gaststätten und Hotelbetriebe in Deutschland.
  • Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Dehoga kämpfen 60 Prozent der Betreiber ums Überleben.
  • Im Schnitt verzeichneten die Befragten in den vergangenen Monaten 60 Prozent Umsatzverlust.
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Berlin. Etwa 60 Prozent der Betreiber von Gaststätten und Hotels in Deutschland sehen die Corona-Krise inzwischen als Existenzbedrohung an. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga unter 7200 Gastronomen und Hoteliers, über die die “Bild”-Zeitung (Dienstag) berichtete.

Demnach gaben 59,6 Prozent der teilnehmenden Betriebe an, sie kämpften wegen der Folgen der Seuche ums wirtschaftliche Überleben. Für den Zeitraum Januar bis Juli nannten die Befragten im Durchschnitt einen Umsatzverlust von 60,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei betrugen die Einbußen im März 63 Prozent, im April 86,8 Prozent, im Mai 73,7 Prozent, im Juni 52,2 Prozent und im Juli 43,2 Prozent.

Einhaltung der Corona-Vorschriften wichtig

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband ist die Interessenvertretung von 65.000 Mitgliedern und hat zuletzt immer wieder angesichts zunehmender Neuinfektionen auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften im Gastgewerbe gedrungen.

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Gerade jetzt komme es darauf an, die bestehenden Verordnungen in den Betrieben mit großer Sorgfalt und Umsicht umzusetzen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes Dehoga Hessen, Julius Wagner, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch an die Gäste appellierte Wagner, die Dokumentationspflichten der Gastwirte ernstzunehmen und nicht durch falsche Angaben zu unterlaufen. “Es ist ein Missstand, dass viele Gäste nicht bereit sind, korrekte Daten abzugeben.”

RND/dpa

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