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600.000 Geflüchtete aus der Ukraine

Was bin ich? Industrie, Handel und Handwerk helfen Ukrainern bei Jobsuche

Handwerksverband und Industrie- und Handelskammern wollen ukrainischen Geflüchteten bei der Jobsuche in Deutschland helfen.

Berlin. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) und der Handwerksverband starten ein gemeinsames Programm zur schnelleren Jobvermittlung von Ukrainern. Damit die Geflüchteten sich gezielt auf passende Stellen bewerben können, erfassen die Kammern in einer Kurzberatung die Abschlüsse, Arbeitserfahrungen und Sprachkompetenzen der Flüchtlinge und empfehlen ihnen einen vergleichbaren deutschen Ausbildungsberuf.

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Verteilungskämpfe in den Tafeln: Kaum noch Brot für den Kiez

Die vielen Geflüchteten aus der Ukraine überfordern die deutschen Tafeln. Es gibt zu wenig Ware, zu viele Menschen, reihenweise Missverständnisse. Erste Tafeln sprechen wieder von Aufnahmestopps.

Das erklärten die Präsidenten von Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Peter Adrian und Hans Peter Wollseifer, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor dem Start ihres gemeinsamen Service an diesem Mittwoch.

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Orientierung für Geflüchtete und Arbeitsagentur

Das Ergebnis dieses sogenannten „Erst-Checks“ soll demnach in einem Dokument festgehalten werden, das den Betrieben bei der Personalsuche, den Geflüchteten bei der Bewerbung und den Arbeitsagenturen bei der Vermittlung helfen soll.

Qualifiziertes Personal wird im Handwerk händeringend gesucht.

Hans Peter Wollseifer,

Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH)

„Qualifiziertes Personal wird im Handwerk händeringend gesucht“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer dem RND. Vom neuen Service profitierten deshalb Betriebe wie Geflüchtete: Die Handwerksbetriebe sollen einen Eindruck über die Ausbildung der Ukrainer gewinnen, während die Geflüchteten sich auf die richtigen Stellen bewerben und schneller in die Betriebe integrieren könnten, so Wollseifer.

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Bund und Länder haben sich bei der Verteilung der Kosten für die Versorgung ukrainischer Kriegsflüchtlinge auf einen Kompromiss geeinigt.

Die Kammern betonten, dass die meisten Jobs in Industrie, Handel und Handwerk zu den „nicht reglementierten Berufen“ zählen, sodass Geflüchtete aus der Ukraine - auch mit befristetem Schutzstatus - darin ohne formale Berufsanerkennung arbeiten dürfen. Wer in „reglementierten Berufen“, etwa im Gesundheitsbereich, arbeiten oder sich in einem zulassungspflichtigen Handwerk selbstständig machen will, müsse eine Anerkennung beantragen.

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Wir wollen den Geflüchteten schnell und unkompliziert helfen.

Peter Adrian,

Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)

„Wir wollen den Geflüchteten schnell und unkompliziert helfen“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, dem RND. Dabei könne man die etablierten Strukturen der Kammern nutzen, die bereits für die Beratung zur Berufsanerkennung bundesweit bestünden, so Adrian. Er hoffe, dass der Erst-Check die Einstellung der Geflüchteten in Deutschland unterstützt und rechnet mit wachsendem Bedarf, „wenn nach Ankommen und Spracherwerb der Wunsch nach einer Beschäftigung bei immer mehr Betroffenen zunimmt“.

Seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges sind in Deutschland mehr als 600.000 Menschen aus der Ukraine als Flüchtlinge registriert worden. Das geht aus einer Auswertung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor. Die tatsächliche Zahl dürfte wahrscheinlich noch höher liegen, weil viele Geflüchtete noch nicht erfasst wurden.

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