Gericht durchkreuzt Ubers Geschäftsmodell in Deutschland

  • Uber muss sein Geschäftsmodell in Deutschland ändern – oder verschwindet womöglich vom Markt.
  • Denn das Landgericht Frankfurt geht davon aus, dass mehrere Wettbewerbsverstöße auf das Konto des Fahrdienstvermittlers gehen.
  • Gegen den hatten erneut Taxikonkurrenten geklagt.
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Neue Schlappe für Uber in Deutschland: Ein Gericht hat dem Taxikonkurrenten untersagt, seine Fahrdienste nach dem bisherigen Verfahren zu vermitteln. Damit könnte Uber seinen zentralen Service in Deutschland einstellen müssen, wenn die US-Firma nicht schnell Änderungen an ihrem Geschäftsmodell vornimmt. Uber bietet seine Dienste in mehreren Gebieten Deutschlands und seit Mitte November auch in Stuttgart, Pforzheim sowie den Landkreisen Calw, Ludwigsburg, Tübingen, Esslingen, Böblingen und im Rems-Murr- sowie Enzkreis an.

Uber braucht eigene Mietwagenkonzession

Das Landgericht Frankfurt sieht in dem aktuellen Geschäftsmodell von Uber mehrere Wettbewerbsverstöße und gab deshalb am Donnerstag einer Unterlassungsklage der Vereinigung Taxi Deutschland statt. Uber arbeitet in Deutschland – anders als in anderen Ländern – mit Mietwagenunternehmen zusammen, von denen die Aufträge ausgeführt werden.

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Das Unternehmen sieht sich selbst nur als Betreiber einer Vermittlungsplattform. Das Landgericht entschied aber, dass Uber auch selbst eine Mietwagenkonzession benötige.

Was macht Uber jetzt?

Eine Umstellungsfrist sei nicht vorgesehen, betonte eine Justizsprecherin. Uber habe wegen einer vorangegangenen Abmahnung und anderer gerichtlicher Verfahren mit einer Untersagung rechnen müssen. Mit dem absehbaren Ausgang des Verfahrens hatte Uber allerdings auch Zeit, Änderungen am Geschäftsmodell vorzubereiten, um eine Einstellung des Dienstes zu verhindern.

So könnte Uber eine Mietwagenkonzession beantragen – oder auch die Abläufe ändern, die sie aus Sicht des Gerichts notwendig machen. Das US-Unternehmen kann beim Oberlandesgericht Frankfurt in Berufung gehen.

RND

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