Trotz Corona: Einzelhandel schafft in der ersten Jahreshälfte ein Plus

  • Auch in der Coronavirus-Pandemie konnte der deutsche Einzelhandel in der ersten Jahreshälfte zulegen.
  • Hauptverantwortlich dafür ist der Online-Handel, der die Umsätze um 16 Prozent steigern konnte.
  • In den Innenstädten hingegen sah es düster aus.
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Wiesbaden. Trotz Corona konnte der Einzelhandel in der ersten Jahreshälfte ein Plus verzeichnen. Der starke Versand- und Onlinehandel hat den Umsatz des deutschen Einzelhandels in der ersten Jahreshälfte zu einem Zuwachs verholfen.

Umsatzerhöhung von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr

Die preisbereinigten Umsätze lagen in diesem Jahr um 0,8 Prozent höher als in der ersten Jahreshälfte 2019, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Einschließlich der Preiserhöhungen legte der Umsatz nominal um 1,5 Prozent zu.

Online-Handel als Krisen-Gewinner

In der Corona-Krise kauften die Menschen deutlich mehr im Internet ein, so dass dort die realen Umsätze um 16,0 Prozent anzogen. Ebenfalls stark lief das Geschäft von Baumärkten, die Menschen kauften insbesondere Metallwaren, Anstrichmittel und Bau- und Heimwerkerbedarf, mit einem Plus von 14,2 Prozent. An Verkaufsständen, unter anderem auf Märkten, wurde eine Zuwachs von 15,1 Prozent erreicht.

Sortiment aus den Innenstädten machte herbe Verluste

Herbe Verluste verzeichneten hingegen Einzelhändler mit Textilien mit einem Minus 29 Prozent, Schuhen mit einem Minus von 25 Prozent, Uhren und Schmuck mit einem Minus von 23,8 Prozent sowie Büchern mit einem Minus von 18,3 Prozent. Diese Sortimente werden besonders in den Innenstädten angeboten. Auch Verkäufer von Back- und Süßwaren und Geschäfte für Unterhaltungselektronik verkauften deutlich weniger Ware als im vergangenen Jahr.

RND/dpa

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