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Trotz beginnender Corona-Krise: Im ersten Jahresquartal weniger Firmenpleiten als 2019

  • Von den Auswirkungen der Corona-Krise ist in vielen Unternehmen etwas zu spüren.
  • Doch scheinbar treten einige Firmenpleiten erst noch ein.
  • Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden im ersten Quartal 2020 weniger Insolvenzen verzeichnet, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
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Wiesbaden. In den ersten drei Monaten 2020 sind trotz erster Auswirkungen der Corona-Krise weniger Firmen in Deutschland in die Pleite gerutscht als ein Jahr zuvor. 4683 Fälle meldeten die Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes. Das waren 3,7 Prozent weniger als im ersten Quartal 2019, wie die Wiesbadener Behörde am Montag mitteilte.

Automobil- und Baugewerbe am stärksten betroffen

Die meisten Firmenpleiten gab es dabei im Handel, einschließlich Kfz-Gewerbe, mit 788 Fällen. Unternehmen des Baugewerbes stellten 761 Insolvenzanträge, im Gastgewerbe waren es 514 Fälle. Weil wesentlich mehr größere Unternehmen in finanzielle Schieflage gerieten, lagen die Forderungen der Gläubiger mit rund 7,3 Milliarden Euro deutlich über der Summe des Vorjahreszeitraums (4,7 Mrd Euro).

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Bislang habe die Corona-Pandemie „noch nicht dazu geführt, dass mehr Insolvenzverfahren eröffnet wurden", führten die Statistiker aus. Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren in Deutschland nahm im Mai wie schon im April ab. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank die Zahl im Mai um 14,9 Prozent.

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Experten rechnen mit Anstieg der Insolvenzen

Allerdings hat der Gesetzgeber Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, vorübergehend von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit. Zudem kann die Bearbeitung von Anträgen in manchen Gerichten derzeit länger dauern, weil auch dort der Betrieb teils nur eingeschränkt läuft. Etliche Ökonomen rechnen für das Gesamtjahr mit einem spürbaren Anstieg der Firmenpleiten.

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Im ersten Quartal meldeten zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen 20.672 sonstige Schuldner Insolvenz an und damit 6,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Darunter waren 15.095 Anträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie 4659 Insolvenzanträge von ehemals Selbstständigen.

RND/dpa

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