Comeback der Hamsterkäufe? Die Leute kaufen wieder mehr Toilettenpapier

  • In Deutschland scheinen sich manche Verbraucher angesichts steigender Corona-Neuinfektionen schon wieder verstärkt mit Toilettenpapier einzudecken.
  • Die ersten Discounter melden einem Bericht zufolge steigende Absätze.
  • Schon Ende März war Toilettenpapier in Deutschland einer der begehrtesten und vergriffenen Artikel.
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Ende März war Toilettenpapier in Deutschland einer der begehrtesten Artikel. Die Produzenten meldeten für die Monate Februar und März Absatzsteigerungen von zeitweise 700 Prozent. Die Hamsterkäufe vieler Verbraucher hatten dazu geführt, dass die begehrten Rollen in den Geschäften nur noch limitiert an die Kunden weitergegeben worden sind.

Nun scheint die Sorge der Deutschen wieder anzusteigen, dass man aufgrund der steigenden Corona-Neuinfektionen bald wieder nicht mehr das Haus verlassen kann. Zumindest steigt die Nachfrage nach Toilettenpapier wieder, wie die „Wirtschaftswoche“ schreibt.

Erhöhte Nachfrage in Hygienesortiment

Das Magazin zitiert in einem Bericht den Discounter Aldi Süd: „Aktuell verzeichnen wir in unseren Filialen erstmals wieder einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier.“ Auch Lidl bestätigte demnach, dass in einigen Regionen und Filialen das Unternehmen vereinzelt eine leicht erhöhte Nachfrage in Hygienesortiment verzeichne.

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Laut „Wirtschaftswoche“ konnten hingegen Handelsketten wie Rewe, dm und Kaufland bisher noch keine Veränderungen im Kaufverhalten feststellen. Es gebe „nichts Neues von der Verkaufsfront“, zitiert die Zeitung die Supermarktkette Rewe.

Kritik an Hamsterkäufern

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Die „Wuppertaler Rundschau" berichtet derweil, dass in den Wuppertaler Lebensmittelgeschäften die Kunden in den vergangenen Tagen wieder mehr Küchenrollen, Toilettenpapier und auch lange haltbare Lebensmitteln wie Mehl und Nudeln kaufen würden. Die Zeitung zitiert einen Edeka-Geschäftsführer, der an die Kunden appelliert: „Hamsterkäufe sind nicht nötig. Wenn alle Kunden wie gewohnt einkaufen, dann können Lieferketten aufrechterhalten werden, Engpässe entstehen nicht und alle sind ausreichend versorgt.“

Er kritisiert zugleich das Verhalten der Hamsterkaufkunden. Dieses sei anderen Kunden gegenüber, die „normal“ einkaufen würden, einfach nur egoistisch. Entsprechend habe er reagiert und den Kauf bestimmter Sorten an Toilettenpapier schon wieder reglementiert, berichtet die „Wuppertaler Rundschau“ weiter.

RND/casc







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