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  • Tickethändler Eventim stark von Corona betroffen: Quartalsergebnis bricht um 70 Prozent ein

Gewinn von Ticket-Anbieter CTS Eventim bricht massiv ein

  • Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen behördlichen Verbote und Auflagen für Veranstaltungen haben den Ticketing- und Live Entertainment-Anbieter stark getroffen.
  • Das Quartalsergebnis von Eventim ist um mehr als 70 Prozent eingebrochen.
  • Auch der Ausblick verheißt nichts Gutes.
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Der Jahresauftakt war noch gut, wie CTS Eventim berichtet. Man sei stark in das Geschäftsjahr 2020 gestartet, “sieht sich nun aber im März 2020 mit erheblichen Belastungen in der Umsatz- und Ergebnisentwicklung konfrontiert”, so der Ticketing- und Live Entertainment-Anbieter am Mittwoch bei der Präsentation seiner Quartalszahlen.

Die weltweit anhaltende Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen behördlichen Verbote und Auflagen für Veranstaltungen haben das Unternehmen in die Knie gezwungen. Denn im März hat die Corona-Krise zum weitgehenden Stillstand im Live Entertainment in Deutschland und in allen internationalen Kernmärkten von CTS Eventim geführt.

Verringerter Konzernumsatz bei Eventim

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Der Konzernumsatz verringerte sich demzufolge im ersten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 34,7 Prozent auf 184,6 Millionen Euro nach mehr als 280 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das normalisierte EBITDA (der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) brach massiv ein und lag den Angaben zufolge bei 13,5 Millionen Euro und damit 76,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die normalisierte EBITDA Marge betrug für den Konzern im ersten Quartal 2020 gerade noch 7,3 Prozent nach 20,2 Prozent im ersten Quartal 2019.

Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg zeigte sich aber kämpferisch: "Wir haben uns aktiv auf die neue Situation eingestellt und sofort mit internen Kosten- und Effizienzmaßnahmen konsequent darauf reagiert. Gleichzeitig profitieren wir von der guten Liquiditätsausstattung des Konzerns, um diese herausfordernde Situation auch über einen längeren Zeitraum zu bewältigen und danach sogar gestärkt aus dieser Phase hervorzugehen.“

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Im Segment Ticketing verringerte sich der Umsatz im ersten Quartal 2020 um 24,4 Prozent auf 79,0 Millionen Euro, das normalisierte EBITDA betrug EUR 16,9 Millionen Euro und lag damit fast 60 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Eventim hofft auf die Politik

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Dem Unternehmen könnte helfen, dass viele europäische Länder auf die dramatische Situation der Veranstaltungswirtschaft reagiert und sogenannte „Gutscheinlösungen“ zur Verbesserung der Liquidität der Veranstalter gesetzlich verankert haben. Unter anderem ist dies in Deutschland und Österreich der Fall, in anderen europäischen Ländern werden entsprechende Lösungen derzeit politisch diskutiert, so das Unternehmen.

Die Gutscheinlösungen sehen im Kern vor, dass Ticketinhaber einer Eintrittskarte für eine Musik-, Kultur-, Konzert- oder Sport-Veranstaltung, die sie wegen der COVID-19-Pandemie nicht besuchen konnten bzw. den Nachholtermin nicht wahrnehmen können oder wollen, anstelle einer Erstattung des Eintrittspreises einen Gutschein erhalten.

Aktuell ist die Lage aber so undurchsichtig, dass das Unternehmen derzeit keine konkrete Prognose für das laufende Jahr abgeben will. An der Börse reagiert der Aktienkurs nach der Zahlenbekanntgabe mit moderaten Verlusten. Die CTS-Aktie verliert in einem schwächeren Gesamtmarkt 1,3 Prozent auf 36,44 Euro.

casc/RND

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