Thermomix-Streit: Vorwerk musste Kunden nicht über Modellwechsel informieren

  • Das Landgericht Wuppertal hat sich mit dem Fall einer Thermomix-Käuferin aus Kaiserlautern beschäftigt.
  • Diese wollte ihr zuvor erkauftes Modell durch den neuen Thermomix TM 6 ersetzen.
  • Doch das Gericht wies die Forderung nach einer Rückabwicklung des Kaufvertrages ab.
Anzeige
Anzeige

Wuppertal. Der Hausgerätehersteller Vorwerk war nach einem Urteil des Landgerichts Wuppertal nicht verpflichtet, seine Kunden lange im Voraus von dem geplanten Modellwechsel bei dem Luxusküchengerät Thermomix zu informieren. Die Wuppertaler Richter wiesen am Donnerstag die Klage einer Thermomix-Käuferin aus Kaiserslautern endgültig ab, die nach der überraschenden Präsentation des neuen Thermomix TM6 im vergangenen Frühjahr ihr wenige Wochen zuvor gekauftes Vorgängermodell zurückgeben wollte.

Thermomix-Vorgänger sind keine Auslaufmodelle

Der Vorsitzende Richter Stefan Istel betonte in seiner Urteilsbegründung, der Hausgerätehersteller habe ein berechtigtes Interesse gehabt, die aktuelle Produktion noch abzusetzen, ohne Hinweise auf den künftigen Produktwechsel zu geben. Selbst wenn das neue Gerät schon in den Startlöchern gestanden habe, gebe es keine Pflicht, die Vorgängermodelle als Auslaufmodell zu bezeichnen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Das Landgericht bestätigte damit eine Entscheidung des Wuppertaler Amtsgerichts, dass die Forderung der Klägerin nach einer Rückabwicklung des Kaufvertrages für das mehr als 1000 Euro teuere Küchengerät ebenfalls abgewiesen hatte. Die Entscheidung ist damit rechtskräftig.

Thermomix TM 6 besticht durch neue Funktionen

Der Thermomix TM 6 hat gegenüber dem Vorgängermodell weitere Funktionen wie das Sous-Vide-Garen.
Anzeige

Vorwerk hatte das neue Thermomix-Modell TM 6 im Frühjahr 2019 eingeführt. Es unterscheidet sich vom Vorgängermodell durch mehrere zusätzliche Funktionen wie das Sous-Vide-Garen, Fermentieren und die Möglichkeit zum Braten. Etliche Kunden, die erst kurz zuvor einen TM 5 erworben hatten, hatten damals in den sozialen Netzwerken ihrem Ärger Luft gemacht.

RND/dpa