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Tesla-Werk Fremont: Musk droht Mitarbeitern mit Kürzung des Arbeitslosengeldes

  • Die Tesla-Fabrik im kalifornischen Fremont soll trotz der anhaltenden Corona-Krise wieder öffnen.
  • Gründer Elon Musk droht Mitarbeitern, die zu Hause bleiben wollen, Konsequenzen an.
  • Auch mit den Gesundheitsbehörden des County steht er auf Kriegsfuß.
Michèle Förster
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Wer nicht umgehend wieder in der Fabrik erscheint, erhält kein Arbeitslosengeld mehr. Diese drohenden Worte richtete Tesla-Gründer Elon Musk an die Mitarbeiter seines Werks in Fremont, Kalifornien. Wie der “Guardian” berichtet, wolle Musk damit offenbar seine Angestellten auffordern, sich über geltende Ausgangsbeschränkungen in der Pandemie hinwegzusetzen.

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Beschäftigte sollen wieder zur Arbeit erscheinen

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Per E-Mail kündigte Musk den Mitarbeitern an, wer sich nicht wohl fühle, könne zu Hause bleiben – dann allerdings mit unbezahltem Urlaub. Zudem soll der Tesla-Gründer angedroht haben, dass Beschäftigte, die sich nicht wieder zur Arbeit einfänden, den Anspruch auf ihr staatliches Arbeitslosengeld verlören.

Die Einschüchterungsversuche stoßen bei der Belegschaft jedoch auf Widerstand. Man versuche, sie mit Druckmitteln wie dem Streichen des Arbeitslosengeldes wieder zur Arbeit zu bewegen, äußert sich ein Tesla-Mitarbeiter gegenüber dem “Guardian”. Doch er werde – genau wie viele seiner Kollegen – zu Hause bleiben, bis das Gesundheitsamt Alameda das Tesla-Werk wieder zu einem sicheren Arbeitsplatz erkläre.

Im Bundesstaat Kalifornien gibt es aktuell mehr als 76.000 bestätigte Infektionen und über 3200 Todesfälle.

Musk drohte Verlegung der Tesla-Zentrale an

Erst einen Tag zuvor war ihm die Regierung von Alameda County einen großen Schritt entgegengekommen: Sie hatte erlaubt, die Produktion in der kommenden Woche wieder aufzunehmen, wenn im Tesla-Werk einige Sicherheitsvorkehrungen für die Arbeiter eingehalten werden.

Musk hatte zuvor mit einer Verlegung der Tesla-Zentrale gedroht. Zudem hatte er angekündigt, sich über die geltenden Corona-Beschränkungen hinwegzusetzen und die Produktion früher als gestattet wieder aufzunehmen. Rückendeckung erhielt er bei seinen Forderungen vom kalifornischen Gouverneur sowie von US-Präsident Trump.

Für Tesla ist das Werk in Fremont ein wichtiges Standbein, denn dort werden weltweit die meisten Tesla-Fahrzeuge gebaut. Der Elektroautokonzern plant, in diesem Jahr mehr als 500.000 Fahrzeuge auszuliefern.

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