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Tarifvertrag für die Fleischindustrie: NGG erklärt Verhandlung für vorerst beendet

  • Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Verhandlungen für einen flächendeckenden Tarifvertrag auf Eis gelegt.
  • Die NGG will für die Arbeitnehmer der Fleischindustrie einen Mindestlohn von 12,50 Euro. Die Konzerne stellen sich quer.
  • Bereits Ende März waren die Gespräche aufgrund von Differenzen zwischen den Verhandlungsparteien gestoppt worden.
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Rheda-Wiedenbrück. Die Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat im Streit um einen flächendeckenden Tarifvertrag in der Fleischindustrie entschieden, die Verhandlungen vorerst zu beenden. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte die NGG am Rande von Protesten für höhere Löhne am Freitag bei Marktführer Tönnies in Rheda-Wiedenbrück mit.

„Tönnies, Wiesenhof, Vion, Westfleisch und Co. wollen weiter machen wie bisher – mit Billiglöhnen und massivem Druck auf die Menschen, die in ihren Schlachthöfen und Wurstfabriken arbeiten. Die Verhandlungen sind vorbei, aber die Beschäftigten noch wütender als zuvor“, sagte Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der NGG der dpa.

Gewerkschaft fordert Mindestlohn von 12,50 Euro

Hintergrund des Streits sind unterbrochene Gespräche mit den Arbeitgebern über flächendeckende Tarifvereinbarungen in der Branche. Ende März waren die Gespräche für rund 160.000 Beschäftigte ohne neuen Gesprächstermin vorerst gestoppt worden. Während die Gewerkschaft einen dreistufigen Mindestlohn-Tarifvertrag mit einem Einstieg bei 12,50 Euro je Stunde fordert, hatten die Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde ab sofort 10,50 Euro angeboten und eine stufenweise Erhöhung bis zum 1. Dezember 2023 auf 12 Euro.

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In einem weiteren Tarifvertrag sollen nach Angaben der Gewerkschaft die Mindestarbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Arbeitszeitkonten, Zuschläge und Urlaub geregelt werden.

RND/dpa

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