Tarifverhandlungen für private Banken haben begonnen

  • Die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Bankangestellten-Verband wollen 5 Prozent mehr Gehalt und Regelungen zum Home Office für das private Bankgewerbe.
  • Der Arbeitgeberverband hat die Forderungen bisher zurückgewiesen.
  • Die Lage in der Branche sei derzeit zu angespannt und erfordere „strikte Kostendisziplin“.
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Berlin. In den Tarifverhandlungen für die privaten Banken in Deutschland geht es seit diesem Donnerstag um mehr Geld und flexiblere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaften Verdi und Deutscher Bankangestellten-Verband (DBV) wollen für 140 000 Beschäftigte 4,5 beziehungsweise 4,8 Prozent mehr Geld herausholen.

Ein weiteres wichtiges Thema bei den Verhandlungen in Berlin: Die Forderung nach verbindlichen Regelungen für mobiles Arbeiten/Home Office in einer Zeit nach der Corona-Pandemie.

Arbeitgeberverband dämpft die Erwartungen

Der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) hatte die Gehaltsforderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen. Angesichts der angespannten Lage in der Branche sei „strikte Kostendisziplin“ erforderlich. Auch beim Thema mobiles Arbeiten dämpfte der AGV Banken die Erwartungen: Übergreifende Regelungen auf Tarifebene seien hierbei nicht sachgerecht, das Thema gehöre auf Betriebsebene.

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Die Tarifverhandlungen für etwa 60 000 Mitarbeiter der öffentlichen Institute wie Landes- und Förderbanken haben bereits am 23. Juni begonnen. Erstmals seit 1972 tritt die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken wieder eigenständig für ihre derzeit 43 Mitgliedsinstitute an.

RND/dpa

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