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Tarifstreit im öffentlichen Dienst: Arbeitgeber bieten 3,5 Prozent mehr in drei Jahren

  • In den jüngsten Tarifverhandlungen haben Arbeitgeber im öffentlichen Dienst 3,5 Prozent mehr Lohn für die Millionen Beschäftigten angeboten.
  • Das Angebot der Arbeitgeberseite soll in drei Jahresstufen erfolgen.
  • Die Gewerkschaften lehnen das Angebot ab.
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Berlin. Die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen haben in den Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen angeboten. Das teilten Bundesinnenministerium und kommunale Arbeitgeberverbände am Freitag mit.

Die Gewerkschaften haben das Angebot umgehend als unzureichend abgelehnt. Das erklärten die Verhandlungsführer von Verdi und dbb Beamtenbund, Frank Werneke und Ulrich Silberbach. „Die angebotenen Lohnsteigerungen sind geradezu respektlos“, kritisierte Werneke. „Für kleinere und mittlere Einkommen bedarf es eines deutlich höheren Mindestbetrags. Die Laufzeit ist eindeutig zu lang.“

Weiter Verhandlungsrunden stehen an

Die Gewerkschaften fordern ein Lohn- und Gehaltsplus von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat für Erzieherinnen und Erzieher, Busfahrer, Müllwerker, Rathausmitarbeiter und zahlreiche andere Angestellte.

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Das Angebot der Arbeitgeberseite sieht den Angaben zufolge eine Laufzeit von 36 Monaten vor. „Es wird eine Erhöhung der Entgelte in drei Schritten angeboten, und zwar zum 1. März 2021 um 1,0 Prozent, zum 1. März 2022 um weitere 1,0 Prozent und zum 1. März 2023 um weitere 1,5 Prozent. Der erste Erhöhungsschritt wird mit einem Mindestbetrag von 30 Euro verbunden“, heißt es in einer Mitteilung.

Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern von Bund und Kommunen sowie den Arbeitnehmervertretern von Verdi, dbb Beamtenbund und Tarifunion ist am Donnerstag und Freitag kommender Woche (22. und 23. Oktober) angesetzt.

RND/dpa

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