Suez-Blockade: Frachteigentümer sollen sich an Kosten beteiligen

  • Die tagelange Blockade im Suezkanal hat die Betreiber rund 900 Millionen Euro gekostet.
  • Die Bergungskosten sollen nun die Eigentümer der „Ever Given“ decken.
  • Die wollen auch die Inhaber der transportierten Waren für die Schadensersatzzahlung einspannen.
Anzeige
Anzeige

Nach dem Willen des japanischen Eigentümers der „Ever Given“ sollen sich die Besitzer der Fracht an Bord des Schiffs an den Kosten für die tagelange Blockade des Suezkanals beteiligen. Der Eigner Shoei Kisen Kaisha erklärte am Freitag, er habe eine entsprechende Bitte an die Absender der Fracht gerichtet. Ein solches Vorgehen ist bei Schiffsunglücken üblich, die von Versicherungen abgedeckt sind.

Schiff darf nicht abfahren, bis die Schadensersatzfrage geklärt ist

Das Unternehmen teilte mit, zahlreiche Eigentümer der rund 18.000 Container an Bord seien aufgefordert worden, einen Teil der von Ägypten geforderten Schadenssumme zu übernehmen, die auf mehr als 900 Millionen Dollar geschätzt wird. Derzeit ankert die „Ever Given“ in einem See, der an den Suezkanal angrenzt. Alle 25 indischen Besatzungsmitglieder an Bord seien gesund, erklärte Shoei Kisen Kaisha. Das Schiff dürfe erst weiterfahren, wenn in der Diskussion um die Entschädigung eine Einigung erzielt sei. Zahlen zur geforderten Summe oder der Beteiligung der Frachteigentümer wollte der Schiffseigner nicht nennen.

Das Schiff unter panamaischer Flagge war am 23. März im Suezkanal auf Grund gelaufen und hatte sechs Tage lang den Wasserweg blockiert.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen