Studie: Zuwachs für europäische Agrar-Exporte durch Freihandel möglich

  • Weltweit könnten sich Lebensmittel aus der EU in den kommenden Jahren einer steigenden Beliebtheit erfreuen.
  • Das legt zumindest eine Studie im Auftrag der EU-Kommission nahe.
  • Sie prognostiziert teils hohe Exportzuwächse.
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Brüssel. Landwirte in Europa können einer EU-Studie zufolge von Freihandelsabkommen profitieren. Demnach steigern solche Abkommen die Exporte von Lebensmitteln aus Europa stärker als die Importe, wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte. Untersucht wurden den Angaben zufolge die Auswirkungen von zwölf Freihandelsabkommen, etwa mit Australien, Chile oder Japan.

Auf dem EU-Markt wird nur ein begrenztes Wachstum erwartet

Während etwa erwartet wird, dass der Rindfleischkonsum in Europa bis 2030 um sieben Prozent abnimmt, steht dem eine Exportsteigerung um elf Prozent gegenüber, wie der zuständige EU-Kommissar für Handel, Valdis Dombrovskis, sagte. Bei Zucker rechne man mit einem Rückgang von sechs Prozent und einer Zunahme von 60 Prozent im Export.

Der Export sei besonders wichtig, so der Kommissar, da auf dem EU-Markt nur begrenztes Wachstum zu erwarten sei. „Wir müssen EU-Agrar-Exporte fördern“, sagte der 49-Jährige. Dies werde durch Freihandelsabkommen erreicht, wobei europäische Produkte gleichzeitig geschützt werden würden.

Reformen würden zu Wachstum beitragen

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Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski betonte, dass Reformen der gemeinsamen Agrarpolitik der EU zu diesem Wachstum beigetragen hätten. Unterstützt worden sei dies dadurch, dass Lebensmittel aus Europa weltweit als hochqualitativ angesehen werden würden.

Die nun veröffentlichte Studie ist die Fortsetzung einer ähnlichen Arbeit aus dem Jahr 2016. Bereits damals ging die EU-Kommission von großen Chancen für die europäische Agrarbranche durch Freihandelsabkommen aus. Jedoch erwarteten die Studienautoren damals Druck vor allem für Rindfleischproduzenten wegen der Freihandelsabkommen. Die Auswirkungen seien jedoch nicht so schlimm ausgefallen wie 2016 angenommen.

RND/dpa

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