Studie: Fast doppelt so viele große Insolvenzen in Deutschland

  • Jüngst hat die Insolvenz von Thomas Cook gezeigt, dass auch große Unternehmen nicht vor einer Pleite geschützt sind.
  • Eine Studie zeigt jetzt, dass die Insolvenzen der großen Unternehmen sich sogar verdoppelt hat.
  • Experte: Dramatisch ist der Dominoeffekt auf andere Unternehmen in der Lieferkette.
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Hamburg. Namhafte und große Unternehmen sind in diesem Jahr verstärkt von Insolvenzen betroffen. Die Kreditversicherung Euler Hermes zählte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 27 Insolvenzen von Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz, gegenüber 19 Fällen im Vorjahreszeitraum. Das sei ein Anstieg um 42 Prozent.

Schon die zweite Insolvenz: Loewe und Beate Uhse

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Auch das vierte Quartal lasse mit der Insolvenz von Thomas Cook und dem Schutzschirmverfahren von Condor eine Fortsetzung des Trends erwarten. Zu den großen Insolvenzen zählten das Windanlagenunternehmen Senvion, der Autozulieferer Eisenmann, die Fluggesellschaft Germania und die Modefirma Gerry Weber. Loewe, Kettler Freizeit GmbH und Beate Uhse meldeten schon zum zweiten Mal Insolvenz an.

Insolvenzen betreffen nicht nur ein Unternehmen

"Das wirklich Dramatische an diesen großen Insolvenzen ist der Dominoeffekt auf viele Unternehmen in der gesamten Lieferkette", sagte Ron van het Hof, Chef von Euler Hermens in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der durchschnittliche Umsatz der insolventen Großunternehmen liege 2019 bislang bei 339 Millionen Euro, das sind 81 Prozent mehr als im Vorjahr. Andere Unternehmen würden mitgerissen und könnten selbst in einer Pleite enden. Insgesamt wird die Zahl der Insolvenzen in diesem Jahr nach Einschätzung des Kreditversicherers nicht steigen, sondern gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben.

RND/dpa