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Studie: Ein Drittel der deutschen Internetanschlüsse funktioniert nicht richtig

  • Etwa ein Drittel der deutschen Internetnutzer klagt über wiederkehrende Probleme mit seinen Anschlüssen.
  • Einer Studie der Verbraucherzentralen zufolge werden die Probleme außerdem häufig nicht schnell genug behoben.
  • Verbraucherschützer fordern deshalb eine verbindliche Regelung zu Entschädigungen und Bußgeldern.
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Ausfälle, langsame Verbindungen und mangelhafter Service – etwa ein Drittel der deutschen Internetnutzer klagt über wiederkehrende Probleme mit seinen Anschlüssen. In mehr als der Hälfte der Fälle traten die Probleme länger als vier Wochen auf, heißt es außerdem in einer Studie des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV). Für diese wurden rund 1000 Internetnutzer befragt.

„Es kann nicht sein, dass die Internetverbindung wochenlang wiederholt ausfällt und Verbraucher ständig auf die Anbieter zugehen müssen, damit sie wieder funktioniert“, kommentiert Dennis Romberg, Referent für die Digitale Welt beim VZBV, die Ergebnisse. Demnach gaben drei von zehn Betroffenen an, sie hätten ihren Anbieter mindestens einmal wegen der Störung kontaktiert, fast genauso viele (29 Prozent) sogar dreimal oder mehr.

Das Problem aus Rombergs Sicht: „Aktuell fehlt Verbrauchern der rechtliche Spielraum, einen dauerhaft störungsfreien Internetanschluss bei ihren Anbietern einzufordern.“ Der VZBV fordert deshalb, dass im Telekommunikationsgesetz verbindliche Maßnahmen festgelegt werden. Denn für Verbraucher könne ein solcher Ausfall zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. Auch drohe eine erhöhte Kostenbelastung, wenn beispielsweise nicht im Homeoffice gearbeitet werden könne.

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Verbraucherschützer fordern Entschädigungen und Bußgelder

Anbieter sollten Versorgungsausfälle deshalb künftig innerhalb eines Kalendertages beheben. „Wenn der Mangel weiterhin besteht, sind Verbraucher zu entschädigen“, sagt Susanne Blohm, Referentin Team Digitales und Medien beim VZBV. Werde ein Problem nicht behoben, sollte außerdem zusätzlich zur Entschädigungszahlung auch eine Sanktion wie ein Bußgeld durch die Bundesnetzagentur verhängt werden, so Blohm weiter.

Bislang können Kunden – sofern sie die Störung detailliert nachweisen – ihren Internetvertrag kündigen, wenn ein Anbieter die Probleme nicht innerhalb von 14 Tagen löst. Wenn der Anbieter die Kündigung akzeptiert, bleibt Kunden nur die Möglichkeit, vor Gericht zu ziehen.

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