Studie: Deutsche Autos nach Corona-Lockdown in China gefragter

  • Die letzten Wochen lag Chinas Produktion wegen der Corona-Krise lahm – langsam nimmt sie jetzt wieder Fahrt auf.
  • Eine deutsche Studie untersuchte, wie schnell der Autohandel in China wieder in die Spur kommt.
  • Das Ergebnis: Vor allem Oberklasseautos erholten sich schnell.
Anzeige
Anzeige

München. Nach dem Wiederanlauf der Autoproduktion und des Autohandels in China kommen Oberklasseautos einer Studie zufolge schneller in die Erfolgsspur zurück. Bekannte chinesische Marken wie Geely, Chang’An und Great Wall entwickelten sich verhalten positiv. Aber “die Mercedes-Benz-C-Klasse, der Audi A4, die BMW-3er-Serie und die Mercedes-Benz-E-Klasse sind im März in die Top 20 der Autoverkäufe eingestiegen. Vergleichbare Spitzenplätze konnten sie bislang nur sehr selten belegen”, teilte die Unternehmensberatung Berylls am Freitag in München mit.

Bejing Benz verkaufte nur zwei Prozent weniger als 2019

Beijing Benz habe im März 51.000 Fahrzeuge verkauft, nur 2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Absatz von Brilliance BMW lag bei 41.200 Autos und damit 13 Prozent unter Vorjahresniveau. Das “zeigt, dass sich die Premium-Anbieter schneller erholen als die Volumenhersteller und chinesischen Konkurrenten”, heißt es in der Studie. Zum Vergleich: Nach Angaben des chinesischen Branchenverbandes lagen die Autoverkäufe in China im März insgesamt 40 Prozent unter Vorjahr.

Coronavirus: Immer informiert
Abonnieren Sie Updates für das Thema "Coronavirus" und wir benachrichtigen Sie bei neuen Entwicklungen

Volkswagen auf Platz 1

Anzeige

Die beiden Gemeinschaftsunternehmen von VW nähmen führende Positionen ein: FAW-Volkswagen stehe mit 25 Prozent Rückgang und 115.909 verkauften Fahrzeugen auf Platz 1, gefolgt von SAIC Volkswagen mit 85.200 Einheiten und 45 Prozent Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Mit Kaufprämien, Steuererleichterungen und der Zulassung von mehr Autos mit Verbrennungsmotor versucht China den Markt anzukurbeln. Bei Elektroautos verlaufe die Erholung wesentlich langsamer als bei konventionellen, sagte Berylls-Partner Jan Burgard.

RND/dpa

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen