Medienbericht: Strom und Gas sollen deutlich teurer werden

  • Im kommenden Winter werden Strom und Gas in Deutschland nochmals spürbar teurer.
  • Bereits Anfang September kostete eine Kilowatt­stunde im Schnitt 30,54 Cent – schon das war ein historischer Höchststand.
  • Ein Grund für die Steigerungen: Erdgas hat sich für Endverbraucherinnen und Endverbraucher seit Jahresbeginn beinahe um 12 Prozent verteuert.
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Strom und Gas werden im Winter noch teurer. Die deutschen Haus­halte müssen sich im kommenden Winter laut einer Meldung des „Spiegel“ auf deutlich höhere Kosten für Strom und Gas Winter einstellen. In einer Vorab­meldung des Magazins heißt es, die Strom­preise für Privat­kundinnen und ‑kunden seien bereits jetzt laut dem Vergleichs­portal Verivox auf einen historischen Rekord­stand geklettert.

Eine Durch­schnitts­­familie mit einem Verbrauchsmittel von 4000 Kilowattstunden pro Jahr musste demnach Anfang September 2021 im Schnitt 30,54 Cent pro Kilowattstunde bezahlen – das sei mehr als je zuvor. Ein Grund für die Verteuerung seien die immens gestiegenen Erdgaskosten. Erdgas habe sich für Endverbraucherinnen und Endverbraucher seit Neujahr durchschnittlich um beinahe 12 Prozent verteuert.

Der extrem frühe Preisanstieg sei eine Folge von Preissprüngen auf den europäischen Großhandels­märkten. So koste Grundlast­strom an der Leipziger Energiebörse EEX mit mehr als 90 Euro pro Megawatt­stunde derzeit mehr als doppelt so viel wie im Sommer 2020. Erdgas sei am niederländischen Referenzmarkt TTF sogar rund zehnmal so teuer. Diese Preisexplosion am Gasmarkt sei wiederum Ausdruck der Sorge vor potenziellen Engpässen im Winter.

Die Erdgasspeicher in Europa seien weniger gefüllt als normalerweise zu dieser Jahreszeit, sagt Gerd Wölbling, Einkaufs­manager beim Leipziger Gashandels­konzern VNG. Da der Preis in Asien für verflüssigtes Erdgas noch wesentlich attraktiver sei, liefen nur noch wenige Tanker europäische Häfen an.

RND

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