Streit um Tarifvertrag: Wieder Streiks bei Amazon

  • Verdi geht einmal mehr in Stellung gegen den US-Konzern Amazon.
  • Die Dienstleistungsgewerkschaft plant Arbeitsniederlegungen an sechs Standorten für mindestens 48 Stunden.
  • Verdi fordert den Abschluss eines Tarifvertrags, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten zu garantieren.
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Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will in dem seit über sieben Jahren andauernden Tarifkonflikt mit dem Online-Händler Amazon nicht locker lassen. Für diesen Montag und Dienstag hat Verdi die Beschäftigten an sechs Standorten des Versandhandelskonzerns zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie die Gewerkschaft am Sonntag mitteilte.

Die Gewerkschaft fordert den Abschluss eines Tarifvertrags "Gute und gesunde Arbeit", um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten zu garantieren. Außerdem verlangt Verdi die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels.

Arbeitsniederlegungen für mindestens 48 Stunden geplant

Die in Leipzig, Bad Hersfeld (mit zwei Standorten), Rheinberg, Werne und Koblenz (Kobern-Gondorf) geplanten Arbeitsniederlegungen sollen laut Verdi mit der Nachtschicht zum Montag beginnen und mindestens 48 Stunden dauern.

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Amazon hatte sich bei früheren Aktionen und Streikaufrufen der Gewerkschaft gelassen gezeigt. Ein Sprecher hatte in der Vergangenheit betont, Amazon sei auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsbewusster Arbeitgeber. Bundesweit hat Amazon 13 Logistikstandorte mit rund 13.000 Festangestellten.

RND/dpa

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