Streik verhagelt General Motors das Geschäft

  • General Motors wird in diesem Jahr wohl wesentlich weniger verdienen als zunächst erwartet.
  • Denn heftige Streiks haben den US-Automobilkonzern hart getroffen – auch wenn das SUV- und Pick-up-Geschäft brummt.
  • Zumindest die Mitarbeiter können sich nun aber über üppige Lohnerhöhungen freuen.
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Detroit. Der größte US-Autobauer General Motors (GM) muss wegen des jüngsten Streiks hohe Sonderkosten verkraften und hat seinen Geschäftsausblick deshalb deutlich gesenkt. Aufgrund des 40-tägigen Ausstands dürfte der Jahresgewinn um fast 3 Milliarden Dollar geringer ausfallen, teilte GM am Dienstag in Detroit mit.

Bereits im dritten Quartal musste der Konzern einen Gewinnrückgang um knapp 9 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum auf 2,3 Milliarden Dollar (2,1 Mrd. Euro) hinnehmen. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 35,5 Milliarden Dollar. GM leidet schon länger besonders unter sinkenden Verkäufen auf dem weltgrößten Automarkt China.

SUV-Verkäufe steigen

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Die Quartalszahlen fielen allerdings besser aus, als von Analysten erwartet. Dank starker Gewinnspannen bei SUV und Pick-up-Trucks im US-Heimatmarkt kann GM Absatzschwächen bislang relativ gut ausgleichen. Anleger reagierten positiv auf die Ergebnisse und ließen die Aktie vorbörslich zunächst um 1,4 Prozent steigen.

Sonderkosten in Milliardenhöhe waren aufgrund des Streiks bereits erwartet worden. Zahlreiche Beschäftigte des US-Autoriesen hatten am 16. September nach gescheiterten Verhandlungen die Arbeit niedergelegt. Erst am Freitag einigten sich GM und die Autogewerkschaft UAW endgültig auf einen neuen, vierjährigen Tarifvertrag.

Der Kompromiss mit der Gewerkschaft sieht unter anderem deutlich mehr Gehalt und erhebliche Boni für die Mitarbeiter vor. Zudem sicherte GM zu, mit milliardenschweren Investitionen in die US-Produktion Tausende Jobs zu erhalten. Es war das erste Mal seit zwölf Jahren, dass der größte amerikanische Autohersteller bestreikt wurde.

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RND/dpa

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