Verdi will bei Amazon bis Heiligabend streiken

  • Verdi will bessere Arbeits- und Lohnbedingungen für die Mitarbeiter des Online-Händlers Amazon erreichen.
  • Wenige Tage vor Weihnachten ruft die Gewerkschaft nun zum Streik an sechs deutschen Standorten des US-Konzerns auf.
  • Am Standort Bad Hersfeld wurde bereits am frühen Montag die Arbeit niedergelegt.
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Berlin. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte des Online-Händlers Amazon zu mehrtägigen Streiks aufgerufen. Die Mitarbeiter an sechs Standorten sollten von der Nacht auf Montag an bis einschließlich 24. Dezember ihre Arbeit niederlegen, wie Verdi mitteilte.

Ziel sei die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie der Abschluss eines Tarifvertrages für gute und gesunde Arbeit. Amazon lehnt dies ab, da die Tätigkeiten an den verschiedenen Standorten nicht dem Einzelhandel, sondern der Logistik zuzurechnen seien.

Bestreikt werden sollten die Standorte Werne, Rheinberg (beide Nordrhein-Westfalen), Leipzig (Sachsen), Koblenz (Rheinland-Pfalz) und zwei Standorte im hessischen Bad Hersfeld.

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Ausstand könnte bis Heiligabend dauern

In Bad Hersfeld wurde bereits am frühen Montag die Arbeit niedergelegt. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi rechnete mit etwa 500 Beteiligten. Der Ausstand begann mit der Nachtschicht und soll bis einschließlich Heiligabend andauern. Verdi hatte an den beiden Standorten in Bad Hersfeld zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

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Bei Amazon hieß es zu ähnlichen Aktionen in der Vergangenheit stets, Kunden spürten nichts davon. Pakete kämen pünktlich an, der Großteil der Mitarbeiter kümmere sich wie üblich um Kundenbestellungen.

RND/dpa

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