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Ausfall des Netzwerks: Facebook darf den Alltag der Nutzer nicht bestimmen

  • Der Facebook-Crash war für viele nur ein lustiger Zwischenfall.
  • Doch mehrere Stunden lag die Kommunikation von Millionen Nutzern brach. Ein weiterer Beleg dafür, wie sehr das Social-Media-Unternehmen den Alltag der Menschen mitbestimmt.
  • Deswegen sollte die Gesellschaft sich von Facebook, Instagram und Co. nicht abhängig machen, kommentiert Alisha Mendgen.
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Berlin. Als Facebook, Whatsapp und Instagram am Montagabend plötzlich ausfielen, waren viele zu Scherzen aufgelegt. Auf Twitter machten sich Journalistinnen und Journalisten oder Sportlerinnen und Sportler über den Crash lustig, freuten sich über digitalen Detox, den sie nun auf einer anderen Onlineplattform verbrachten. Doch so lustig war das alles nicht. Mark Zuckerbergs Medienimperium legte die Kommunikationen von Millionen Menschen fatalerweise für mehrere Stunden lahm – innerhalb Sekunden. Die Ursache war ein Konfigurationsfehler.

Die Panne zeigt wieder mal die Macht des Unternehmens

Diese Panne ist nur ein Facebook-Skandal von vielen und offenbarte wieder einmal, wie abhängig die Gesellschaft von sozialen Medien ist – und wie viel Macht das Unternehmen hat.

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Facebook: Konfigurationsfehler war Ursache des Ausfalls
1:21 min
Eine fehlerhafte Konfigurationsänderung war der Grund für den sechsstündigen Ausfall von Facebook am Montag.  © Reuters

Mittlerweile läuft der Großteil der Kommunikation zwischen Freunden, Familienmitgliedern und Klassenkameraden über Whatsapp ab. Auch politische Gruppen kommunizieren über den Messengerdienst, Influencerinnen und Influencer verdienen über Instagram ihr Einkommen. Sogar Dating startet auf der Plattform.

Das alles gehört zu einer modernen und digitalen Welt dazu, so weit, so gut. Dennoch sollte sich jeder bewusst machen, dass Facebook all das von einem Tag auf den anderen ändern kann. Mit einer (falschen) Konfiguration – oder vereinfacht gesagt mit einem (falschen) Mausklick.

Daraus folgt: Facebook darf den Alltag der Nutzerinnen und Nutzer nicht bestimmen. Das Unternehmen verdient Geld mit Nutzerdaten, so sollte es auch wahrgenommen werden. Zudem sind persönliche Regeln im Umgang mit sozialen Medien wichtig und Back-up-Pläne, wie sich Informationen auch ohne soziale Medien austauschen lassen.

Ein weiterer Schritt könnte der Umzug auf sicherere sowie weniger gewinnorientierte Plattformen sein. Für Facebook steht Wirtschaftlichkeit im Zentrum und nicht, für Gutes in der Welt zu sorgen. Mit der wichtigste Grund, sich von der Plattform nicht abhängig zu machen.

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