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Steuertipps für Anleger: Jetzt aber schnell, eine wichtige Frist läuft heute ab

  • Das Ausfüllen der Steuererklärung gehört zu den Aufgaben, die den wenigsten Menschen Freude bereitet.
  • Gerade Anleger sollten zum Jahresende aber bestimmte Fristen einhalten und Bankbescheinigungen prüfen.
  • Die Mühen können sich am Ende in einer geringeren Steuerlast widerspiegeln.
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Stuttgart. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Gerade Anleger sollten aber spätestens heute am 15.12.2020 ein paar wichtige Punkte für die Steuererklärung 2020 geklärt haben. Das kann sich am Ende richtig lohnen.

Wer im Corona-Jahr an der Börse in Aktien investiert war, konnte mit bestimmten Wertpapieren viel Geld verdienen. Wer jedoch Opfer des Wirecard-Skandals geworden ist, hat unter Umständen wiederum viel Kapital verloren. Beide Szenarien sollten aber Anleger dazu veranlassen, bei der Bank schnellstens die Freistellungsaufträge für Zinsen und andere Kapitalerträge zu überprüfen:

Steuerfreibetrag anpassen

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Denn die Verteilung des persönlichen Steuerfreibetrags kann bis Ende Dezember angepasst werden. Hierbei ist zu beachten, dass Gewinne, die über den maximalen Freibetrag von 801 Euro (1602 Euro für Ehepaare und Lebenspartnerschaften) hinausgehen, pauschal mit 25 Prozent Abgeltungssteuer belastet werden.

Genau hier können Anleger mit mehreren Depots vielleicht auch ein bisschen Steuern sparen, indem sie eventuelle Verluste aus Wertpapiergeschäften bei einer Bank mit Gewinnen bei einer anderen Bank verrechnen. Wer in dieser Situation ist, sollte sich aber sehr sputen:

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Verlustbescheinigung beantragen

Die Frist für eine sogenannte Verlustbescheinigung läuft am 15.12.2020 aus. Die Verluste aus Aktiengeschäften können dann mithilfe der Anlage KAP zu Ihrer Steuererklärung für 2020 verrechnet werden. Wer den Stichtag verpasst, hat dennoch nichts verloren.

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Die Bank, bei der die Verlustgeschäfte auf dem Depot passiert sind, trägt die Verluste ins Jahr 2021 vor und verrechnet das Minus weiter mit neuen Gewinnen. Wer wiederum mehrere Depots bei einer Bank hat, muss sich auch nicht sorgen: Das Geldinstitut nimmt automatisch eine depotübergreifende Verlustverrechnung vor.

Rentner prüfen ihre Nichtveranlagungsbescheinigung

Auch Rentner, die zwar geringe Renten erhalten aber dennoch über hohe Kapitaleinkünfte verfügen, sollen einmal prüfen, ob die aktuelle Nichtveranlagungsbescheinigung noch gilt. Mit dieser können sie sich, falls sie keine Einkommenssteuer zahlen müssen, auch die Kapitalertragssteuer sparen. Da diese Nichtveranlagungsbescheinigung aber nur für eine Zeit von drei Jahren gilt, sollte diese überprüft werden.

Anpassung der Riester-Rente

Ein weiteres Thema, das gern am Ende des Jahres vergessen wird, ist die Anpassung der Riester-Rente. Jeder Arbeitnehmer, der einen Riester-Vertrag hat, sollte klären, ob er die Mindestbeiträge (vier Prozent des Bruttoeinkommens im Vorjahr) zahlt. Sollte dies nicht so sein, werden die Zulagen seitens des Staates gekürzt.

Um dies zu verhindern, kann jeder bis zum Jahresende als Riester-Sparer nachzahlen und den maximalen Betrag pro Jahr von 2100 Euro einzahlen. Die staatlichen Zulagen können wieder um noch zwei Jahre im Nachhinein vom Riester-Vertragsnehmer beantragt werden.

Anlagen in Gold und Kryptowährungen

Anleger von Gold (Goldbarren und -münzen), Oldtimern, Antiquitäten oder Kryptowährungen wie Bitcoin sollten sich genau überlegen, wann sie diese (wieder) veräußern. Wer die genannten Investments innerhalb eines Jahres nach dem Kaufdatum verkauft, muss die Gewinne mit dem individuellen Steuersatz versteuern.

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Es bleiben nur die Gewinne steuerfrei, die unter der Freigrenze von 599,99 Euro liegen. Wer also eine Haltedauer der genannten Anlagen von mehr als 12 Monaten verfolgt, spart am Ende sich die Steuer.

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