„Starship“ vorgestellt: Mit diesem Raumschiff will Elon Musk zum Mars

  • Mit der „Starship“ will Tesla-Boss Elon Musk Menschen zum Mars bringen.
  • Sein Raumfahrtunternehmen SpaceX stellte jetzt den Prototyp vor.
  • Es soll Platz für 100 Personen bieten. Die Testphase beginnt bald.
Fabian Hartmann
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Tesla-Boss Elon Musk verfolgt ein großes Ziel: Der ehrgeizige Unternehmer will Menschen zum Mond und zum Mars bringen. Am Wochenende stellte Musk, der auch Chef des amerikanischen Raumfahrtunternehmens SpeceX ist, den entsprechenden Prototyp eines Raumschiffes vor, das bis zu 100 Menschen transportieren soll. Die fünfzig Meter hohe „Starship“ ist Rakete und Raumschiff zugleich. Das „komplett wiederverwendbare Transportsystem“ könne einmal mit Menschen und Fracht zum Mars, zum Mond oder zu jedem anderen Ort in unserem Sonnensystem fliegen, sagte Musk.

In sechs Monaten will Musk den Weltraum erreichen

Die Testphase soll schon bald beginnen. In ein bis zwei Monaten könne es losgehen. Die ersten Flügen sollen in einer Höhe von bis zu 20 Kilometern stattfinden. „Das wird total verrückt klingen, aber wir wollen versuchen, in weniger als sechs Monaten den Weltraum zu erreichen“, sagte Musk. Als Grenze zum Weltraum gilt eine Höhe von 100 Kilometern. Genaue Angaben, wann mit den ersten Flügen ins All zu rechnen sei, wollte Musk bei der Präsentation nicht machen.

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In der Vergangenheit hatte der Raumfahrtvisionär noch davon gesprochen, den Mars besiedeln und eine Million Menschen dorthin bringen zu wollen. Schon ab 2025 könnten - so die von Musk im Jahr 2016 angekündigten Pläne - die ersten Menschen zum Mars reisen. Allerdings ist das extrem unwahrscheinlich. Die US-Raumfahrtagentur Nasa sieht eine erste bemannte Mars-Mission frühestens in den 2030er Jahren.

Und: Musk ist dafür bekannt, große Ankündigungen zu machen - und die Zeitpläne dann nicht einzuhalten. So hat sein Unternehmen - genauso wie Konkurrent Boeing - bislang noch keine Astronauten zur ISS gebracht, obwohl die Nasa das ursprünglich schon für 2017 anvisiert hatte - und amerikanische Steuergelder dafür investiert wurden. Daran erinnerte Nasa-Chef Jim Bridenstine am Samstag auch noch einmal per Twitter. Man sei „Jahre hinter dem Plan“, schrieb er. „Es ist Zeit zu liefern.“

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Elon Musk muss sich also messen lassen. Nicht an Worten, sondern an Taten.

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RND/fh/dpa