Stahlherstellung ohne CO2? BMW investiert in neues Verfahren

  • BMW investiert in ein Verfahren zur CO2-freien Stahlproduktion.
  • Das Ziel: den CO2-Ausstoß in den nächsten zehn Jahren um zwei Millionen Tonnen senken.
  • Gelingen soll das mit Hilfe des jungen Unternehmens Boston Metal.
Anzeige
Anzeige

München. BMW will den CO2-Ausstoß bei der Stahlherstellung für seine Autos in den nächsten zehn Jahren um zwei Millionen Tonnen senken. Dafür investiert der Autokonzern in ein Verfahren zur CO2-freien Stahlherstellung, das das junge US-Unternehmen Boston Metal entwickelt hat.

Einkaufsvorstand Andreas Wendt sagte am Freitag, Stahl werde auch künftig zu den wichtigsten Werkstoffen im Autobau gehören. Er gehöre aber zu den Rohstoffen und Komponenten mit den höchsten CO2-Emissionen in der Herstellung. BMW verarbeite in Europa mehr als eine halbe Million Tonnen Stahl pro Jahr. Aber „im Jahr 2030 sollen die CO2-Emissionen rund zwei Millionen Tonnen unter dem heutigen Wert liegen“.

Boston Metal verwendet bei der Stahlproduktion Strom

Bei der herkömmlichen Herstellung von Stahl mit Kohle entsteht in den Hochöfen Kohlendioxid. Boston Metal verwendet Strom, um mittels der sogenannten Schmelzoxidelektrolyse Roheisen herzustellen, das dann zu Stahl verarbeitet wird. Mit Strom aus erneuerbaren Quellen wäre diese Form der Stahlproduktion CO2-frei. Boston Metal will in den kommenden Jahren Demonstrationsanlagen aufbauen, um das Verfahren für die Stahlproduktion im industriellen Maßstab zu wettbewerbsfähigen Kosten weiterzuentwickeln. BMW investiert eine nicht genannte Summe in das Gründerunternehmen.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen