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“SPD hat es nicht verstanden”: Daimler-Betriebsratschef kritisiert Haltung zur Auto-Kaufprämie

  • Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht moniert sich über das beschlossene Konjunkturpaket der Bundesregierung.
  • Es fehle eine Kaufprämie für schadstoffarme Benzin- und Dieselfahrzeuge.
  • Vor allem die SPD hatte sich gegen eine solche Prämie ausgesprochen – und wird dafür von Brecht scharf kritisiert.
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Stuttgart. Nach dem Nein zu einer allgemeinen Auto-Kaufprämie geht Daimler-Gesamtbetriebsratschef Michael Brecht vor allem mit der SPD-Spitze hart ins Gericht. Er selbst und auch seine Amtskollegen aus der Auto- und Zulieferindustrie seien “stinksauer”, sagte Brecht. “Die SPD-Spitze hat es nicht verstanden.”

Kein Dialog zwischen SPD-Spitze und Betriebsräten

"Es rollt eine Rationalisierungswelle auf die deutsche Autoindustrie zu, die massiv an die Arbeitsplätze herangeht", sagte Brecht. Die Branche habe in Wachstum investiert, nun drohten Überkapazitäten, die man nicht drei oder vier Jahre lang überbrücken könne.

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Warum ausgerechnet die SPD-Spitze das nicht verstanden und sich vehement gegen eine Kaufprämie für schadstoffarme Benzin- und Dieselfahrzeuge im Konjunkturpaket gesperrt habe, verstehe er nicht. Die Parteispitze habe auch nicht den Dialog mit den Betriebsräten gesucht.

Nur begrenzte Kapazitäten für E-Autos

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Die großen deutschen Hersteller und auch die drei "Autoländer" Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen hatten sich dafür ausgesprochen, auch den Kauf von Autos mit reinem Verbrennungsmotor zu bezuschussen, um die Konjunktur anzukurbeln. Vor allem die SPD-Spitze war strikt dagegen, auch aus der Union hatte es allerdings einige kritische Stimmen gegeben.

95 Prozent der Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie arbeiteten an Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben, sagte Brecht. Es gebe nur begrenzte Kapazitäten für Elektroautos, auch der Absatz sei bisher nicht sonderlich hoch. "Das hat man alles ignoriert", sagte Brecht. "Wenn man meint, man kann weiterhin die Kurzarbeit finanzieren, dann ist das auch eine Variante", kritisierte er. "Aber wir wollen die Kurzarbeit nicht."

RND/dpa

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