Sorgen wegen des Coronavirus: Anleger sollten Ruhe bewahren

  • Die Angst vor der weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat auch die Börsen erreicht.
  • Weltweit gaben Kurse nach, auch den DAX drückte es zuletzt nach unten.
  • Ein Grund zur Panik für Geldanleger ist das aus Expertensicht aber nicht.
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Düsseldorf. China, Südkorea, Iran, Italien, Brasilien: Das neuartige Coronavirus breitet sich immer weiter aus. Die Sorge vor Auswirkungen auf die Weltwirtschaft belastet auch die Aktienmärkte. Geldanleger sollten aus diesem Grund aber nicht vorschnell handeln.

"Fabriken sind geschlossen, es hakt in der Produktion - das wird auf jeden Fall Auswirkungen auf viele Unternehmenszahlen haben", sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf. "Ein Crash ist das aber noch nicht."

Die Stimmung an den Börsen sei derzeit vor allem von der Unsicherheit geprägt, die mit der Ausbreitung des neuartigen Erregers verbunden ist - “und die Börsen hassen Unsicherheit.” In einigen Branchen seien die Auswirkungen auch schon zu spüren, zum Beispiel im Tourismus oder in der Autoindustrie. Ob all das aber zu einer Rezession führen wird, sei unklar. Anleger müssten also nicht in Panik geraten, empfiehlt Kurz - “das gilt vor allem, wenn Sie langfristig orientiert sind”.

Stimmung kann sich wieder drehen

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Der Grund: "Auch diese Krise wird irgendwann wieder vorbei sein - die Frage ist nur wann", sagt der Experte. Die Stimmung an den Börsen könne sich dann sehr schnell wieder drehen. "Das Geld, was jetzt abgezogen wurde, ist ja oft nur geparkt", erklärt Kurz. Viele Investoren kämen vermutlich schnell wieder zurück, denn: "Es gibt derzeit einfach keine wirkliche Alternative zu Aktien."

DAX:
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Jetzt Aktien nachzukaufen, ist aus Sicht des Experten allerdings mit Risiken verbunden: "Niemand kann sagen, wie weit die Kurse noch nachgeben. Market-Timing ist auch für Profis kaum möglich." Auch gezielt nach möglichen Profiteuren der Situation zu suchen, sei für Anleger riskant. Denn dafür müsse man etwa wissen, welche Firma bei der Suche nach einem Impfstoff vorne liegt - "das ist schwierig."

RND/dpa

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