So beuten Aldi, Lidl und Edeka Arbeiter und Bauern aus

Deutsche Discounter sind günstig – doch Hersteller, Arbeiter und Bauern zahlen dafür einen hohen Preis. Bei fast allen Supermarktketten und ihren Zulieferern werden einer Studie zufolge Menschenrechte verletzt. Am schlimmsten ist es bei einem Händler, der gar nicht so billig ist.

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Berlin. Deutsche Supermärkte unternehmen laut einer Studie der Entwicklungshilfeorganisation Oxfam zu wenig gegen Ausbeutung und Diskriminierung in ihren Lieferketten. Trotz einiger Verbesserungen seit dem Vorjahr schnitten Aldi, Edeka, Lidl und Rewe auch im internationalen Vergleich weiter schlecht ab, heißt es in einer in Berlin veröffentlichten Untersuchung von Oxfam. Die Händler nähmen „wirtschaftliche Ausbeutung und Leid“ als Zutaten vieler Lebensmittel in Kauf, sagte Franziska Humbert, Oxfam-Expertin für soziale Unternehmensverantwortung.

Angelehnt an UN-Leitprinzipen für Wirtschaft und Menschenrechte erstellte Oxfam einen Indikatorenkatalog. Mithilfe des Katalogs wurde untersucht, wie die Supermärkte die Rechte von Arbeitern, Frauen und Bauern garantieren sowie Transparenz und Rechenschaftspflicht der Lieferanten gewährleisten. Aldi Süd erfüllte dabei laut Oxfam 19 Prozent der Kriterien und schnitt damit am Besten im deutschen Vergleich ab. Es folgten Rewe mit 13 Prozent, Lidl mit neun und Aldi Nord mit fünf Prozent.

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