Stiftung Warentest: Smartwatches haben teils nur geringe Akkulaufzeit

  • An vielen Handgelenken baumeln mittlerweile Smartwatches.
  • Die Stiftung Warentest hat jetzt elf der intelligenten Uhren getestet.
  • Testsieger ist eine „Alleskönnerin“.
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Berlin. Fitness- und Gesundheitsdaten sind eine sehr persönliche Sache, weil sie Rückschlüsse auf die eigene Leistungsfähigkeit oder sogar Krankheiten zulassen. Dass sie erhoben und an Hersteller-Server gesendet werden, ist vielen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht geheuer. Bei Smartwatches mit Fitnessfunktionen geht es aber kaum anders, wenn sie ihren Zweck erfüllen sollen.

In ihrem aktuellen Test von elf Smartwatch-Modellen zu Preisen von 51 bis 560 Euro kann die Stiftung Warentest allerdings Entwarnung geben: Beim Umfang der erfassten Daten, dem Schutz des Nutzerkontos und der Datenübertragung gebe es wenig zu kritisieren, berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift „test“ (Ausgabe 12/2020). Wegen Mängeln in der Datenschutzerklärung wurden trotzdem alle elf Modelle abgewertet.

Smartwatches im Test: Akkulaufzeiten können nicht überzeugen

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Weiterhin problematisch bei Smartwatches ist die teils geringe Akkubetriebsdauer, wie die Warentester monierten. Selbst Uhren großer Hersteller kommen nur auf rund zwei Tage Alltags- oder rund sechs Stunden Trainingsbetrieb mit Pulsmessung oder aktivem GPS bis zur nächsten fälligen Ladung.

Deutlich absetzen konnten sich mit ihrer Laufzeit nur die drei besten Uhren im Test. Sie kamen auf mindestens 14 Tage Laufzeit im Alltags- und 24 Stunden im Trainingsmodus, was auch Reserven für Sonderfunktionen wie zum Beispiel die Schlafüberwachung bietet.

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Smartwatches: Dieses Modell ist Testsieger

Testsiegerin wurde die 560 Euro teure Garmin Fenix 6 Pro, die bei Fitnessdaten und Kommunikationsfunktionen gleichermaßen gute Noten erreichte (Warentest-Gesamtnote 2,1). Die Tester bezeichnen sie als Alleskönnerin. Auf den weiteren Plätzen folgen die Polar Grit X (Note 2,2) für 390 Euro und die 315 Euro teuren Garmin Venu (Note 2,3).

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Apple-Watch-Modelle 6 und SE wurden nicht getestet

Polar Grit X und Garmin Venu liegen bei den Fitness-Features jeweils gleichauf mit der Testsiegerin, schneiden in Sachen Kommunikation aber etwas schlechter ab. Die Swisstone SW 750 Pro für 89 Euro landet zwar insgesamt nur auf dem drittletzten Platz (Warentest-Gesamtnote 3,0), erreicht aber eine gute Note für Fitnesssdaten.

Die neuen Apple-Watch-Modelle 6 und SE kamen zu spät auf den Markt, um noch alle Prüfungen für den aktuellen Test zu durchlaufen. Im vorangegangenen Vergleich der Stiftung Warentest war die Apple Watch 5 der Testsieger – sie wird aber inzwischen nicht mehr verkauft.

RND/dpa

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