Siemens Energy rückt in den Dax auf – Beiersdorf fliegt raus

  • Nur wenige Monate nach seinem Börsendebüt steigt Siemens Energy in den Leitindex Dax auf.
  • Dafür muss der Kosmetikkonzern Beiersdorf weichen.
  • Und es gibt noch eine Reihe weiterer Auf- und Absteiger in der Indexfamilie.
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Frankfurt/Main. Siemens Energy rückt in die Topliga der Deutschen Börse auf. Das entschied der Börsenbetreiber am Mittwochabend in Frankfurt. Das erst im vorigen Jahr von Siemens abgespaltene Münchner Energietechnik-Unternehmen ersetzt im Deutschen Aktienindex Dax den Hamburger Konsumgüter- und Kosmetikhersteller Beiersdorf, der Ende 2008 in den Dax aufgestiegen war. Beiersdorf wechselt damit in dem MDax der mittelgroßen Börsenwerte.

Zuletzt war der wichtigste deutsche Börsenindex im vorigen Sommer neu sortiert worden. Damals übernahm der internationale Essenlieferdienst Delivery Hero im Leitindex den Platz des Zahlungsdienstleisters Wirecard, der nach einem milliardenschweren Bilanzskandal insolvent ist.

Nächste Dax-Neuordnung in sechs Monaten

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Die Umsetzung der jüngsten Änderungen erfolgt zum Montag, 22. März. Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann.

Die nächste Dax-Neuordnung steht bereits in rund sechs Monaten an. Dann wird der Leitindex von bisher 30 auf 40 Werte erweitert.

Im MDAX gibt es außer der Aufnahme von Beiersdorf für Siemens Energy drei weitere Wechsel: Die Porsche Automobil Holding ersetzt die Aareal Bank. Encavis ersetzt die Metro und Nordex wird für Osram in den Index aufgenommen.

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Für den SDax ergeben sich fünf Veränderungen, wie die Börse weiter mitteilte: Osram Licht ersetzt Nordex, Metro wird für Encavis aufgenommen, die Aareal Bank ersetzt Hornbach Baumarkt, Suess Microtec kommt für Cropenergies und Leoni für SNP Schneider-Neureither & Partner. Im TecDax schließlich ist neu SMA Solar Technology, dafür muss New Work weichen.

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Chancen auf den Dax-Aufstieg waren auch dem Kochboxen-Lieferanten Hellofresh eingeräumt worden. Experten zufolge dürfte das Unternehmen wohl nur deshalb an der Aufnahme in die erste Börsenliga vorbeigeschrammt sein, weil es seine Jahreszahlen nicht bereits Ende Februar vorgelegt hat.

Eine der verschärften neuen Börsenregeln besagt nämlich seit Ende 2020, dass ein Dax-Kandidat zwei Jahre in Folge ein positives operatives Ergebnis (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Ebitda) vorweisen muss. Hellofresh hat das laut den am 2. März vorgelegten Jahreszahlen zwar geschafft, doch für die Deutsche Börse dürfte der abgeschlossene Monat Februar Grundlage ihrer Überprüfungen gewesen sein.

RND/dpa

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