Ergebnis einer Umfrage

Weihnachten auf Pump: 19,9 Millionen Deutsche würden sich für Geschenke und Co. verschulden

Teurer Kostenpunkt in diesem Jahr: die Weihanchtsbeleuchtung.

Teurer Kostenpunkt in diesem Jahr: die Weihanchtsbeleuchtung.

Ob Lebensmittel, Strom oder Geschenke, diese Weihnachten wird alles teurer. Um trotzdem ein Fest nach ihren Vorstellungen zu feiern, würden sich 19,9 Millionen Menschen in Deutschland zur Not auch verschulden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Kreditvermittlers „smava“ hervor. Demnach können sich 28,8 Prozent der Deutschen vorstellen, für die Ausgaben über die Feiertage ihr Konto zu überziehen sowie Kredite oder Finanzierungen zu nutzen.

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Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Bereitschaft, sich für das Weihnachtsfest zu verschulden, allerdings gesunken: In 2021 gaben noch 24,3 Millionen Deutsche an, das Fest notfalls auf Pump zu finanzieren. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Inflationsrate wollen in diesem Jahr wohl mehr Menschen sparen.

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Der Umfrage von „smava“ zufolge ist der Anteil der Deutschen, die dieses Jahr planen, über 300 und bis zu 1000 Euro auszugeben im Schnitt 15,7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Mehr als ein Drittel der Befragten (35,8 Prozent) will dieses Jahr weniger als 300 Euro ausgeben. Im Vorjahr sagten das nur 32,7 Prozent von sich. Nach Prognosen des Handelsverbands Deutschland sollen dieses Jahr rund 120 Milliarden Euro im November und Dezember ausgegeben werden. Das sind preisbereinigt 4 Prozent weniger als 2021.

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Nach Weihnachten 2021 waren 6,6 Millionen Deutsche im Kontominus

Wer dennoch plant, über die Weihnachtsfeiertage Schulden zu machen, sollte sich die Risiken bewusst machen. So kann sich ein Teil der Deutschen vorstellen, die Ausgaben später zu bezahlen. Etwa 20,4 Prozent würden laut der Umfrage von „smava „dafür eine Kreditkarte verwenden. Ist bei der Abbuchung allerdings nicht genug Geld vorhanden, kann das Konto in einen teuren Dispokredit mit in der Regel sehr hohen Zinssätzen abrutschen.

In den vergangenen Jahren kam das laut „smava“ häufiger vor. „Nach Weihnachten 2019 und 2020 waren jeweils rund fünfeinhalb Millionen Deutsche im Kontominus. Nach Weihnachten 2021 waren es sogar 6,6 Millionen“, sagt der Geschäftsführer des Kreditportals, Alexander Artopé.

Verbraucherschützerin rät von Krediten für Weihnachtsgeschenke ab

Auch die anderen Finanzierungsmöglichkeiten haben Nachteile: Das Abzahlen von Ratenkrediten kann lange dauern. Bei Null-Prozent-Finanzierungen können die Kosten mitunter versteckt sein und wer häufig Buy-now-pay-later-Angebote in Anspruch nimmt, kann schon mal den Überblick verlieren.

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Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen rät generell davon ab, schnell vergängliche Dinge wie Weihnachtsgeschenke zu finanzieren. „Das kann man für eine Immobilie machen oder auch ein Auto, aber nicht für diese Art des Konsums.“ Am Ende müsse die Rechnung so oder so bezahlt werden. Doch dann sei meist auch nicht mehr Geld vorhanden als vorher. „Ich verschiebe die Ausgabe also nur, die Kohle ist dafür eigentlich nicht drin“, sagt Oelmann. Zudem würden bei vielen Menschen zum Anfang des Jahres gleich wieder wichtige Versicherungsrechnungen fällig, die nicht aufgeschoben werden können.

RND/dpa/ar

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