• Startseite
  • Wirtschaft
  • Schäden durch Unwetter-Katastrophe: Tief „Bernd” kostet Provinzial-Versicherung mindestens 761 Millionen Euro

Katastrophentief „Bernd“: Versicherung meldet Rekordschäden nach Unwetter

  • Die Schäden durch Flutkatastrophe „Bernd“ sind noch nicht endgültig absehbar.
  • Fest steht aber jetzt schon: Für die Provinzial-Versicherung wird es das teuerste Unwetter in der Geschichte.
  • Der Versicherer rechnet mit einer Gesamtsumme von mindestens 761 Millionen Euro.
Anzeige
Anzeige

Kiel/Münster. Die Katastrophentief „Bernd“ hat verheerende Schäden hinterlassen. In der Provinzial-Geschichte ist das Hochwasser im Westen und Teilen des Ostens Deutschlands das teuerste Schadensereignis seit Gründung des öffentlich-rechtlichen Versicherers.

Die „Kieler Nachrichten“ berichten von über 33.000 Schadensfälle mit einer bisher absehbaren Gesamtsumme von 761 Millionen Euro. Die endgültige Schadenshöhe ist aber noch nicht absehbar. Dies liege an der „Vielfalt und der Komplexität der Schadensbilder und dem unfassbaren Ausmaß der Katastrophe“.

Video
Hochwasser in der Eifel: „Häuser wurden mitgerissen“
0:54 min
Die Ortsgemeinde Schuld in der Eifel wurde vom schweren Unwetter besonders hart getroffen. RND-Chefreporter Thorsten Fuchs war vor Ort.  © RND
Anzeige

Auch die Provinzial selbst ist von der Unwetterkatastrophe betroffen: Mehr als 40 Provinzial-Geschäftsstellen sind zum Teil erheblich beschädigt worden. Trotzdem sind laut dem Bericht der „Kieler Nachrichten“ bereits rund 70 Millionen Euro Soforthilfen ausgezahlt worden. Die Bearbeitungsprozesse seien „komplett auf eine möglichst pragmatische Hilfe ausgerichtet” worden, erklärte Konzernchef Wolfgang Breuer in dem Bericht.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

Bereits im Juni musste die Versicherung tief in die Tasche greifen, nachdem eine Reihe von Starkregenereignissen Millionenschäden verursacht hatten. Die Höhe der Schäden kommt allerdings an die Ausmaße von „Bernd“ nicht heran. Das bislang teuerste Unwettertief „Quintia” kostete die Provinzial einen knapp dreistelligen Millionenbetrag, so die Kieler Zeitung.

Branchenexperten gehen davon aus, dass die Prämien für Elementarschutzversicherungen, also für die Absicherung von Risiken durch Starkregen oder Überschwemmungen, in den kommenden Jahren steigen werden. Darüber gebe es von der Versicherung noch keine Entscheidung, es sei allerdings nicht auszuschließen. Davon wäre aber die gesamte Versicherungsbranche betroffen, so die Provinzial.

RND/lr

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen